Die Liebe zur Kunst – Entwurf zum Vorwort

•2009/10/21 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Liebe zur Kunst

- zum Wesen künstlerischen Gestaltens und der Freiheit zum / im Wiedergestalten -

“Ich schreibe / drücke mich aus –also bin Ich! Und da Ich bin, kann ich mich ausdrücken / schreiben!”

 

 

Inhalt

Die Liebe zur Kunst – zum Wesen künstlerischen Gestaltens und der Freiheit zum / im Wiedergestalten -    1

Inhalt    1

Eine Art Vorwort    2

Teil 1: Zur Kunst des Schreibens und künstlerischen Gestaltens    8

Teil 1.1: Zum Wesen des künstlerischen Schaffens    8

Teil 1.2: Zum Wesen der menschlichen Informationsverarbeitung    10

Teil 1.3: Zum Wesen der Verwirrungen im Gestaltkreis von Gestaltung & Wiedergestaltung    13

Teil 1.4: Zum Wesen meiner Verantwortung als Kunst-Gestalter/In    15

Teil 1.5: Zum Wesen von Kunst als einzigartiger Gestaltungsvorgang    16

Teil 2: Zur Kunst des Photographierens / bildnerischen Gestaltens    19

Teil 3: Die REISE nach Innen    19

Teil 3.1 Reise zur Persönlichkeit    19

Teil 3.2. Mein Glaubensbekenntnis    22

Teil 3.3. Reise zu Menschen und Leuten    24

Teil 3.4. Reise zum Wert – zur Würde – Bürde    33

Teil 3.5.    35

Teil 4: Indizes    35

Stichworte    35

 

 

 

Eine Art Vorwort

 

Der Vorteil von künstlerischem TätigSein (in Wort / Bild / Plastik / Architektur / “Bühne” / Musik & “Tanz” – z.B. wie am “BAUHAUS” erforscht und gelehrt) gegenüber wissenschaftlicher Arbeit scheint mir folgender zu sein:

Ich kann genauso präzise mein Denken und Intuieren – mein Wahrnehmen und Fühlen in sinnvolle Worte / Ausdrucksgesten kleiden, wie wenn ich um wissenschaftlich exakte Formulierungen ringe. In dem von mir als Künstler/In Auszudrückendem & Ausgedrücktem kann ich: “descartisch” zweifeln und wie “Popper” möglichst wertfrei und offen für das Ergebnis sein (Ergebnis meint hier: das Verifizieren oder Falsifizieren des in der experimentellen Hypothese: “Erwarteten”) und “zweckfrei” aber sicherlich nicht “absichtsfrei” forschen und entdecken in Frage und Antwort.

Ich kann der natürlichen Neugierde und dem Wissendurst des homo sapiens nachgehen, aber ich muß nicht so um den Schein des Überprüfbaren buhlen und einer Wiederholbarkeit eines experimentellen Ablaufes nachhetzen – ich kann und darf in einer Gestaltung ausdrücken, was als prägnante “Gestalt” oder auch mal als diffuser “Komplex” (Schem – Schemata) als meine “Meinung” / “Anschauung” in meinem Geist emergiert.

Ich als “Leib” bin ein der Welt zugewandtes Ganzes und “Subjekt” meines “verdeckten” (Erleben) & “offenen” Verhaltens (F. Pearls). Als Künstler/In kann Ich meine Erfahrung (meine Eindrücke / Empfindungen / Erkenntnisse – das mir “Bedeutsame” / “Wesentliche”) frei: an Worte / bildnerische & musische Ausdrucks-Gesten binden. Gelingt es mir über die von mir entworfene Gestaltung, den/die Betrachter/In tiefgreifend und länger anhaltend zu beeindrucken und ihm/ihr den Inhalt / die Figur der Gestaltung bedeutsam & wesentlich zu machen, wird wahrscheinlich die “metakategorielle Bewertung”: “SCHÖN” und vielleicht auch: “GUT” dem Gestaltungs-Objekt zugeschrieben.

Im künstlerischen Ausdrucksgeschehen gestalte ich Objekte meines Umfeldes. Gelingt es, das Gestaltete in seiner Figur des Erscheinens gemäß universeller kosmischer (mathematischer/archetypischer/gestalttheoretischer) Ordnungsprinzipien und Muster (z.B. von Bauhaus- u.a. Künstler/Innen erforscht) zu gestalten, steigt die Wahrscheinlichkeit des intuitiven und rekonstruierten Wiedererkennens von Inhalt und FarbForm/Ausdrucksgestik/Klang und damit eine sinnvolle & sinngebende Aufnahme des Erlebten. Im Oszillieren der Awareness zwischen dem Objekt der Außenwelt – der musischen, plastischen, bildnerischen Gestaltung – und Objekten der Innenwelt entsteht ein gemeinsamer Kontext, der hilft, die externale Gestalt zu einem subjektiv Vertrauten zu internalisieren.

Faszination und das Oszillieren verstärken sich polar und führen zu einer anhaltenden Beschäftigung mit der Gestaltung, auch wenn das Objekt nicht mehr unmittelbar sinnlich gegenwärtig ist sondern als Erinnerungsbild die Geistes- & Innenwelt bewegt. So können auch Inhalte, die als unangenehm/grausig assoziiert/ konnotiert werden, als “schön” & “gut” bewertet werden. Das “Bewegt-Sein” befriedigt psychophysisch die urmenschlichen Motive der Neugierde, der Erkundung und der Erkenntnis, der Sehnsucht nach Wissen und Wiedererkennen. “Kunst” kann dazu beitragen, “Geheimnisse” und damit “Spannung” zu lösen und “Lernen” an zu regen (s.a. R. Arnheim: die polare Wechselwirkung “zwischen Spannungserhöhenden Zwängen & spannungsvermindernden Vereinfachung” & somit zwischen “größtmöglichen Reichtum an Formerfindung mit der größtmöglichen Einfachheit der kompositionellen Organisation”; www.uni-due.de/unsichtbar/forschung/literaturausw2.htm ), indem es dem Künstler/der Künstlerin gelingt, den Geist des/der Wiedergestalter/In in ein “Satori”/eine Vision/eine Erkenntnis zu katapultieren.

Plastische, bildnerische, musische Gestaltungen bieten Auslöser / Trigger für Reize, die letztlich als Eindruck auf eine/n Wiedergestalter/In wirken können, insofern sich ein Subjekt mit seinen/ihren Sinnen des Leibes der Gestaltung zu wendet. Diese Reize enthalten Information und somit “Daten” zu dem Objekt. Diese Daten können in einem Informationsverarbeitungsprozess Aufschluss bringen über Inhalt, Figur & Qualitäten der “Gestalt” (des aus dem Wahrnehmungsganzen als bedeutungsvoll Herausfiltrierten / Hervorgehobenem). Das Wahrnehmungs-Ganze im Umfeld wirkt für die Bedeutungsgabe als “Kontext” ebenso wie die “Erfahrungswelt” im Infeld des Subjektes. Im Informationsverarbeitungsprozess wird “Figur” und “Grund” getrennt und einer Betrachtung zugeführt sowie in Verhältnis gesetzt.

In der interaktiven Situation künstlerischem Erlebens / Verhaltens bildet sich ein “Gestaltkreis” heraus, in dem: Gestalter/In – Gestaltung – Wiedergestalter/In in eine rekursive Schleife eingebunden werden und somit sich in “Relativität” (in eine Bezogen- & Bedingtheit) setzen. Alle 3 Elemente des Schöpfungsganzen werden Teile eines Interaktions- & Kommunikations-Geschehens mit einer Dynamik, die von diesen 3 Elementen und dem jeweils aktiven Umfeld bedingt wird.

In diesem rekursiven & rückbezüglichen “Bezugsystem” von “Sender – Kanal – Gestaltung – Kanal – Empfänger – feedbackschleifen” wird “Bedeutung” / “Sinn” vermittelt / transformiert / transponiert / transmutiert in Anpassung des verfügbaren Bedeutungs- & Sinn-Feldes jeweils der 3 Elemente (Subjekt der Gestaltung/”Sender” – die Gestaltung/Wahrnehmungs-Objekt – Subjekt der Wiedergestaltung/ “Empfänger”) und in Abstimmung mit der Gestaltungs- bzw. Wiedergestaltungs-Situation.

 

Das im bewußten Erleben und im Geist des Gestaltenden bzw. Wiedergestaltenden als “Gestalt”, “Komplex” Emergierte wird bedingt nicht nur durch die Beschaffenheit des mittelnden (dem “Kanal”) & vermittelnden Medium (der Gestaltung eingebettet in ein Erscheinungsszenario als ihren unmittelbaren Kontext) sondern mittelbar auch durch spezifische Aktiviertheit der beteiligten Subjekte (Sender / Empfänger). Das Codieren und Dekodieren der Information durch Sender bzw. Empfänger unterliegt dem Einfluß der Funktionen der Psyche & ihrer Vernetztheit der “Nervenbahnen” & des “assoziativen Cortex” gemäß den “Erfahrungen” des gestaltenden bzw. wiedergestaltenden Subjektes. Letztlich wird das Codieren und Decodieren unmittelbar bedingt durch augenblicklichen “Situation” (dem spezifischen ZeitRaum eines Ereignisses), in der sich der/die GestalterIn bzw. WiedergestalterIn mit dem Medium befinden.

Die Informationsverarbeitung und die daraus folgende “Be-Deutung” / “Sinn-Gabe & Sinn-Entnahme” (J.v. Uexküll) ist bedingt durch den Bezug zum gestaltetem bzw. wiedergestaltetem “Objekt” aber auch durch den Bezug zu den memorierten Daten der individuellen Erfahrung eines beteiligten “Subjektes” (seines persönlichen “Weltbildes”).

Die Informationsverarbeitung und die daraus folgende “Be-Deutung” / “Sinn-Gabe & Sinn-Entnahme” (J.v. Uexküll) in der Relativität: Leib eines Subjektes/seinem Infeld – seinem Umfeld – seinem Weltbild ist bedingt” und wird manipuliert in seinen “Abstimmungs- wie Anpassungsprozessen von “Filtern” (beeinflussende & bedingende Wirk-Momente / -Mechanismen), die den “Daten” ein persönliche “Gepräge” verleihen. Diese Filter können dem reflektierenden & analysierenden “Geist” eines Subjektes bewußt sein und zu Diversifizierungs-/ Diskriminierungs-Prozessen im Vorgang des Erkennens führen oder auch teil-, vor- & unbewußt ablaufen / eingreifen z.B. als “Sehgewohnheiten”. Sie können aber auch – unreflektiert – zu “Verwirrungen” / “Verirrungen” / “Vorurteilen” führen, die den Interpretations-Spielraum beschneiden und inadäquat begrenzen.

Filter verändern bestimmte Aspekte der zu gestaltenden bzw. zu wiedergestaltenden Situation willentlich und unwillentlich. Die “Relativität” eines Subjektes zu seinem “Umfeld” – als aktivierter Ausschnitt der Welt/des Kosmos – bzw. “Infeld” (K. Lewin) – als angeregte biopsychophysische Innen- & Geistes-Welt eines Individuums/ einer Gruppe/Gemeinschaft/Gesellschaft – und die Wahrnehmung der darin eingebundenen Teile (“Äußere & Innere Objekte”) bestehen in unmittelbar ablaufenden Anpassungs-Prozessen. Die darin sich vollziehenden Abstimmungs- / Anpassungs- / Kultur- & Arbeits-Leistungen eines Subjektes sind einerseits einer bewußten Analyse wie auch den in ihnen wirkenden biophysiologischen/chemophysikalischen/psychischen & geistigen “Filtern” unterworfen.

Das Subjekt jedoch ist in seinen Gestaltungsimpulsen und seinen spontanen Reaktionen auf interne & externe Reize im Gestaltungs- wie Wiedergestaltungsprozess von Information nicht völlig den “Filtern” ausgeliefert. Die “Freiheit des Willens” zu bewußter “Bedeutungs-Gabe bzw. -Entnahme” bzw. “Sinn-Gabe bzw. –Entnahme” und die Befreiung von der Herrschaft subjektiver Filter gelingt dem “Geist” durch das Einbeziehen & Aktivieren rekursiver Feedback-Prozesse. Diese Prozesse können zu einer Korrektur der Interpretation der Daten führen, die nicht nur verändernd wirkt auf “Daten” einer internen oder externen “Reizsituation” in den Kategorien: “Bedeutung” / “Sinn” sondern auch sie wirken sich auch aus auf die Kategorie: “Wert” / “Wertigkeit” und beeinflußt somit die “Valenz” (W. Revers) einer Reizsituation. Diese Feedback-Prozesse zwischen Reiz & Reaktion führen zu einem geistigen aber auch psychophysischen “Oszillieren” zwischen einem sich Annähern an sich aufdrängende Daten & einem Zurückweichen von diesen.

Dieses “Oszillieren“in den kategorialen Aspekten des “Leibes” (Merleau Ponty) eines Subjektes: Geist – Psyche – Körper, um Daten einer “Erkenntnis” / einem “Verstehen” / einem “Verständnis” zuzuführen und eine “Aktion” bzw. “Reaktion” zu provozieren bzw. zu initiieren, dient in Relativität mit etwas Vorgefundenem / Aufgesuchtem dazu, den informativen Daten einer “Reizsituation” sowohl des “Infeldes” wie des “Umfeldes” in ihrem Inhalt möglichst gerecht zu werden (“Wahrheit“).

Optimaler Weise entsteht ein Prozess des erkennen wollenden Geistes in Form eines Schwingen zwischen: Deduktion – Induktion; bottom up –bottom down-Prozessen; bedingen / beeinflussen /manipulieren & bedingt / beeinflusst / manipuliert werden. Erkenntnis-Prozesse sind Prozesse in der Relativität (Bezogenheit/Bedingtheit): des Leibes eines Subjektes – seinem Umfeld – seinem Weltbild.

Die Information der mit gegenwärtigen Daten der Reize wird aus dem “Eindruck” heraus gefiltert. Das für das Subjekt “Wesentliche” wird vom “Unwesentlichen” getrennt und wird für das wahrnehmende Subjekt zur “Gestalt“. Psychische und geistige Prozesse filtern in der Informationsverarbeitung und “Be-Deutungs-Findung/-Zuschreibung” bedeutsame & vertraute/bekannte Inhalte heraus.

Benannt wurden diese Prozesse mit Begriffen: wie “Vernunft” (Verstand & Urteilskraft, Nachdenken / “Sinnieren”) & “Wille” (mit seinen Aspekten des Planens, Durchhaltens & Anstreben von Zielen für subjektiv als bedeutungsvoll Definiertes).Sie bezeichnen Vorgänge, in der bewußtes Wissen und wissensverknüpfende / ordnende Logik als auch bewußte “Sinnlichkeit” (exteroceptives / interoceptives Wahrnehmen; J.J. Gibson) zur “Rekonstruktion” von “Wirklichkeit” (Watzlawick) vom Geist eingesetzt werden.

In den Gestaltungs- & Wiedergestaltungsprozess von “Sinn” & “Bedeutung” von Inhalten einer Gestaltung greifen auch filternd / bedingend die – unter den Gedanken, Wahrnehmungen, Gefühlen wirkende – “Sinnlichkeit” (in ihrem teilbewußten Aspekt des Wahrnehmens, Fühlens & Intuierens) ein sowie das subjektive Vermögen zur Aktivierung der “Vorstellungskraft” (Intuition in Form von Ahnung, Phantasie & Kreativität). Die Vorstellungskraft und damit die Kraft zur Gestaltung und Wiedergestaltung folgen in weiten Zügen der “Logik der Affekte” (L. Ciompi) im präverbalen “Primärprozess” der Informationsverarbeitung und BedeutungsGebung und erst sekundär der “Logik der Gedanken”, die mit dem Zueinander von Begriffen, Worten und Kategorien arbeitet.

Jenseits des bewußten Einsatzes von Vernunft & Willen ist ebenfalls an diesem Vorgang der Informationsverarbeitung zur Gestaltung bzw. Wiedergestaltung von Figur / Sinn & Sujet / Bedeutung einer Gestaltung die Psyche beteiligt mit ihren Funktionen: Denken, Fühlen, Wahrnehmen, Intuieren, Memorieren (d.i. speichern & abrufen von Informationen).Auch auf dieser Ebene des Leib-Ganzen bedingen Filter den Informationsverarbeitungsprozeß: wie z.B. die primär unbewußt wirkenden Abwehrmechanismen, psychophysische Strebungen – Haltungen & Einstellungen – Positionen. Sie stimmen den Leib in seiner Gerichtetheit zur Welt ein und bilden den Bedeutungshorizont für die Interpretation der Daten, die durch die Reizsituation dem beeindruckten Subjekt zur Verfügung gestellt werden.

In diesem Netzwerk von als Filter fungierenden Bedingungen in der BedeutungsGabe durch den Geist spielen biophysiologische Triebe ebenfalls eine wesentliche Rolle. Triebe unterliegen den rekursiv gesteuerten grundlegenden Regelsystemen des Leibes: Immun-, Hormon-, Nerven-System (wie z.B. dem Sympathikus & Para-Sympathikus; Signalen verschiedenster “Felder” neuronaler Verknüpfungen) und der biochemoelektrischen Matrix des Leibes, dem elektromagnetischen System. Der Wille zur bewußten BedeutungsGabe und Bewertung von “Gestalten” hat wenig Einfluß auf die Bedingtheit triebhafter Einflüsse. Der Drang zur Bedürfnisbefriedigung überlagert Einflußnahmen des Intellekts (s.a. Bert Brecht).

Neben genetischen & epigenetischen Vorgaben formen diese psychophysischen Filter und bewußte dem Willen und der Vernunft unterworfene Vorgaben die grundlegenden Strukturen des Erlebens & Verhaltens eines Subjektes in seiner Relativität zu seinem Umfeld. Die Individualität eines Subjektes und seine individuelle Bezogenheit und Bedingtheit (Relativität) zu seinem Umfeld prägen das Subjekt zu einer in sich ganzheitlich funktionierenden Persönlichkeit (K. Lewin). Im “Zur-Welt-Sein” forme ich mich “selbst” (S.L. Rubinstein). Mein “Geworden-Sein” / “Da-Sein” / “Gerichtet-Sein” definiert mich als ein individuelles (einzigartigem & abgegrenztem) Subjekt (M. Ponty). Das Subjekt verhält sich zur Welt mittels seinem “Leib”. Die “Aura”, die Haut und die Sinne des Leibes bilden & formieren die “unmittelbare” Kontaktgrenze (meinen Horizont; Ortega y Gasset) zur Welt.

Der Leib ist einerseits: “Organismus” – also ein biophysisches und physikalisches Lebe-Wesen – und anderseits ein “Geistes-Wesen” mit einer inneren Erfahrungswelt als Teil der “Innenwelt“. Die Innenwelt – innerhalb des “Horizontes” des Leibes -bildet sich heraus, als biophysiologische, psychische & geistige Antwort auf meine ganz persönliche Art & Weise der Welt zu begegnen und von ihr getroffen zu werden. Der Leib ist ein synergetisch und synästhetisch funktionierendes, systemisches Ganzes. Die Innenwelt repräsentiert individuell Natur & Kultur und deren universelle “Muster” & Ordnung, insofern man den Leib als Phänomen und als evolutionären Teil des Universums ansehen und verstehen will.

Der Leib – bei der Spezies: “homo sapiens” – als eine prägnante, einzigartige und bedeutungsvolle Gestalt ist ein evolutionäres Ergebnis von Einflüssen aus der Bezogenheit zu Natur und Kultur und der Dynamik der Bedingtheit von beiden. Der “homo sapiens” ist ein intelligibles und kulturelles Herden- & Lebe-Wesen, in dessen Innenwelt unterschiedliche “Ich-Zustände” zur Anpassung an mannigfache Situationen walten.

Das “Selbst” ist “übersummativ”, d.h. das Subjekt ist mehr als die Summe seiner Teile und der Dynamik deren Bezugsystem (Struktur). Ich selbst lebe als ein Ganzes in Gestalt meines Leibes zur Welt. In diesem “Ganz-Sein” drückt sich meine Identität und Integrität aus. Mein spezifisches & differenziertes Erleben und Handeln formt sich variabel gemäß aktualisierter “Ich-Zustände” meiner Innenwelt. Aus deren Kompetenzen & Fertigkeiten wie deren aktualisierte psychischer Funktionalität und meinem “Bild” von der “Welt” (meinem “WeltBild”) ergeben sich mehr oder weniger prägnante / wirksame Anpassungs- / Abstimmungs- / Arbeits- & Kultur-Leistungen im Kontakt mit Objekten und Vorgängen meines Umfeldes.

Die Gestaltungs- & Anpassungsstrategien der “Ich-Zustände” dienen dazu, subjektiv mit möglichst effektiver “Fitness” den Leib in seiner Auseinandersetzung mit der “Welt” dazu zu befähigen, nicht nur das Überleben zu sichern sondern auch mein “Leben” bedeutungs- & sinnvoll zu gestalten. Auch wenn der “Modus” der Gestaltung manchmal von anderen Subjekten als “chaotisch” & “verrückt” etikettiert wird & wenig situative Angepaßtheit aufweist, erscheint dem Subjekt selbst sein Erleben & Verhalten in sich konsistent (s.a. Ganzheits- & Gestaltgesetze wie: Gesetz der “Geschlossenheit, Nähe, Innenseite”, der “Gruppierung, Gliederung, Gleichartigkeit”; “Gestaltdruck” & Tendenz zur “guten”/”prägnanten” Gestalt; D. Katz, W. Metzger, C.F. Graumann).

Mein jeweils in einer bestimmten Situation aktiviertes “Ich” nimmt sich selbst als ein agierendes & reagierendes wie “erleidendes” Wesen (als Täter wie Opfer) wahr, als ein “Subjekt” in “Relativität” zu “Objekten” & zu Vorgängen meines “Umfeldes”. Aus dieser Einstellung / Haltung / Position heraus verhält sich das Subjekt zu seinem & erlebt sein “Umfeld” individuell.


 

Amok im Hirn – Was ist ein Leben wert

•2009/09/23 • Hinterlasse einen Kommentar

Amok im Kopf – Was ist ein Leben wert ?

Amok (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Amok) entwickelt sich zum Selbstläufer im Hirn, wenigstens in meinem!

Gedanken – Empfindungen – Gefühle – Intuitionen und damit die Interpretation der Inneren – Äußeren & geistigen Welt geraten zu Tages- & Nacht-Zeiten in einen sich selbst verstärkenden / hemmenden & in sich verschachtelten (d.i. rekursiven) Prozess bis hin zu dissipativen Sprüngen (I. Prigogine). Es ist ein Prozess der psychischen Funktionen (Denken, Fühlen, Wahrnehmen, Intuieren & der Gedächtnisfunktionen; C.G. Jung), der in Fehlwahrnehmungen / Fehleinschätzungen mündet und damit zu Fehlhandlungen führt.

Die “Schattenseite” (C.G. Jung) der Persönlichkeit verbirgt & beinhaltet Inhalte, für die wir uns schämen, die wir peinlich finden, die Erinnerungen an Leid & Pein dem Bewusstsein vorenthalten, die jedoch in ihrem verdeckten Dasein durch unbewusste Strebungen, Motive, Antriebe & Wünsche sowie durch zwanghaft ablaufende Wiedergutmachungstendenzen & Wiederholungszwängen in Taten, Vorstellungen, Visionen und Flashbacks unbemerkt unser bewusstes Erleben & Verhalten gängeln.

Selfness & Freiheit und ihr Weg des “Inneren Dschihads” zur Befreiung der Persönlichkeit aus der unbewussten Herrschaft ihres “Schattens” sind mein Lebens-Sinn gebendes Hauptthema & Leitgedanken in der Ausübung meines Seins (siehe: http://www.selfness-freiheit.de/ und http://www.selfness-persönlichkeitsbildung.de/), auch meiner Professionalität. Mein Weg ist ein Weg im Sinne des “Taos”, der Suche nach meinen spezifischen und universellen Mustern / Prinzipien – zumindest in meinem Dasein, und das geschieht im Spannungsbogen mit der Vorstellung, dass “Tao” auch meint, sich leben zu lassen, das “Sein” gut sein zu lassen, Ziel und Weg eins sein zu lassen. In sich ruhend seine Muster & Prinzipien zu erkennen, die sich ins Leben entäußern, wäre eine an zu strebende Lebenshaltung, um oszillierend, spontan, flexibel, integrierend, tolerant erleben und handeln zu können in der Ausübung existentiell notwendiger Arbeits-, Kultur-, Anpassungs-& Abstimmungs-Leistungen, welche die genetische & epigenetische “Angepasstheit” (Ch. Darwin) & erlerntes “Eingepasst-Sein” (C.G. Jung) transzendieren.

Seit längerer Zeit entferne und entfremde ich mich dieser Lebenshaltung gezwungener Masen. Ich verfalle immer mehr dem Sog von Tendenzen, die durch das Verhalten von Leuten einer Firma angestoßen / getriggert wurden. Meine Geistes- & Innenwelt verstrickt sich psychophysisch in Verwirrungen, die sich zu einem tobenden Amoklauf meiner Gedanken & Gefühle zeitweise verdichten. Und das kam so:

  • Ich wurde mit Verwirrungen und moralischen Verwachsungen konfrontiert durch die nachlässige Arbeit einer Firma, die den Auftrag hatte, mir ein Fahrzeug als Gefährt(e) auf meinen Reisen (auch letztlich einer Weltreise) zu erstellen. Die maßgeblichen Leute dieser Firma haben mich vollkommen im Stich gelassen. Das Produkt ist bis heute nicht fertig gestellt und die Leute wollen auch noch Geld für Ihren Pfusch. Es kommen außer Geldforderungen keine konstruktiven Lösungsangebote, so als hätten sie alles Recht auf ihrer Seite. Bis heute gibt es keine Fertigstellung und schon gar keinen Zeitplan mit definitiven Terminen zur Vollendung. Ich hänge vollkommen in der Luft und meine Hände sind mir gebunden, d.h. ich bin völlig gehemmt im Strukturieren meines Lebensablaufes. Ich bin in meiner Art zu leben gebunden / gehemmt. Meiner Neugierde ihren Lauf zu lassen, Zeit-Raum in Natur & Kultur zu durchmessen, all das Erlebte zum Teil meiner Selbst zu verdichten in Geschichten, Bildern, es wird mir versagt. Ohne diesen lebendigen Austausch ersticke ich langsam.
  • Egal wie es jetzt mit Hilfe eines Rechtsanwaltes weiter geht, ich bleibe in dieser Sache – wie schon oft dank meiner Naivität, Gutgläubigkeit, Vertrauensseligkeit (nur ja niemand zu nahe treten, ihn anzweifeln, ich könnte ja seine Gunst verlieren und noch alleiniger da stehen) – ein VERLIERER. Diese Selbstzuschreibung koppelt sich an die Vorstellungen, Gefühle, Gedanken meiner in sich kreisenden Geisteswelt. Der Klang dieses Wortes schwillt unterstützt vom Generalbass meiner selbstzerstörerischen Kräfte zum alles vernichtenden Satz an: “Du bist und bleibst ein “LOOSER” / ein Weichei!!! Dieser Satz terrorisiert jegliche korrigieren wollende Vernunft. Wache ich in der Nacht auf mit Harndrang, drängt sich ins schläfrige Bewusstsein: “Du bist nichts wert, Du hast schon wieder versagt, Du hast das ganze Erbe Deiner Eltern vergeudet! Jeder andere wäre mit dem Geld fürsorglicher umgegangen, hätte es nicht verloren! Töte Dich, damit der Rest nicht auch noch von Dir verprasst wird und vererbe das Übrig-Gebliebene Deinen Freunden, die sich Ihres Lebens erfreuen & ihr Geld zusammenhalten.” Weiter läuft zwischen all diesen Sätzen der Schrei Amok: “Du bist ein Verschwender, bring Dich um, Du machst sowieso nur Blödsinn mit Deinem Geld, das Du nur der Tüchtigkeit, Fürsorglichkeit und der Voraussicht Deines Vaters zu verdanken hast!!! Deine Erben werden es besser verwenden, sie wären bei diesem Deal nur Gewinner, Du bist und bleibst ein erbärmlicher LOOSER!!!” Verstärkt und beängstigen tönt es in diesem Stimmengewirr: “Fang ja nichts Neues an, vergiss alle Projekte, die in Dein krankes Hirn schießen, Du scheiterst sowieso und wirst von der Gesellschaft nach der Initiierung des Projektes hinaus gemobbt! Außerdem läuft alles was Du beginnst für Dich in einer Katastrophe aus, so wie Du drauf bist!”
  • Ich bin dazu verdammt, zwischen all diesen Stimmen, die alle meinen Tod wollen, einsam & tatenlos in meinem Heim zu hocken und der Dinge zu harren. Das widerspricht jedoch gänzlich meiner Art zu Sein und zu Denken wie zu Fühlen. Mein Frei-Zeit-Raum ist eingeengt auf: wie geht das aus? Bleibt mir noch Geld? Wie viel Scham bleibt an mir kleben? Wie schaffe ich es, die riesen Wut nicht letztlich doch gegen mich zu richten, im Sumpf der Peinlichkeit zu versinken? All meine Lebensenergie / meine Libido muss ich deprimieren, niederhalten, um nicht mir und meiner Sache zu schaden und den Amok laufenden Befehlen / Aufforderungen / Schmachreden meines Hirnes nicht nach zu geben! Welch eine Kraftanstrengung! Ohne meine Beatmungsmaschine würde ich im Schlaf durch das Aussetzen meines Atems elendiglich ersticken! Über Tag erdrosselt mich die zugeschwollene Nase, Eitergeschmack legt sich über jeglichen Geschmack, der Hauch des modernden Todes! Die deprimierte Libido lässt sich in Antriebslosigkeit, Mattigkeit, Hoffnungslosigkeit verspüren.
  • Um Luft schnappend trieft mein halb geöffneter Mund. Schreie der Wut, des Schmerzes verhallen in den Hallen meiner dumpfen Gedanken. Wie ein hängengebliebener Plattenspieler spult sich meine Unfähigkeit die Situation selbst konstruktiv zu lösen im Kreisen meiner Vorstellungsbilder. Ich geißle mich mit Selbstvorwürfen. Leben ist das nicht! Bring dich um dieses sinnlose Leben und schenke die verbliebenden materiellen Möglichkeiten an Erben, die unbefangen dieses Gut in ihren Dienst stellen können, um ihr Leben zu erleichtern und zu bereichern. Ich kann mich nicht verwirklichen, andere können aus den übrig gebliebenen Resten ihr Glück vermehren.
  • Die Pläne zu meinem erzwungenen Ausscheiden aus meiner Zwangssituation, die mich immer mehr meiner selbst entfremdet, werden immer konkreter. Düsternis umwölkt jeden Gedanken, jegliches Gefühl. Ich kann mich selbst nicht mehr erkennen, der Apfel der Erkenntnis fällt weit vom Stamm. Die Schlange lockt mit süßen Worten ins Paradies des Ausgelöscht-Seins. Nur nicht mehr denken, nicht mehr fühlen! Stille um mich, ohne mich zu betäuben mit Selbstgeißelungen. Wenigstens das Hineinstopfen materieller Nahrung unterliegt noch meinem Willen? Das fette Fleisch unter meiner Haut schiebt sich zur Kehle, erstickt Schreie der Verzweiflung.
  • Trägheit fesselt, verhindert, dass der innerlich tobende Amok sich nach außen entleert. Alltägliche Verrichtungen arten zur Qual aus, die innere Unordnung müllt meine unmittelbare Umgebung zur Festung zu, in die niemand mehr hineingelangt. Mein Ekel vor mir schreckt wohlwollende Begegnungen ab. Mein Negativismus verteufelt nicht nur mich selbst sondern auf all das und jeden, was/der mit mir in Kontakt kommt. Das Rad der Einsamkeit dreht sich in einen Hurrikan ähnlichen Sog, vernichtet jegliches Wohlwollen. Im nicht enden wollenden Strom meiner Gedanken ersäuft die Vernunft und jeglicher Wille.
  • Töten! Ja töten, wäre ein Befreiungsschlag! Mich und die betrügerische Welt um mich herum, die mich mit ihrer Gleichgültigkeit ausgrenzt, zum Schatten meiner Selbst werden ließ. Niemanden zur Last fallen und doch all meine Last auskippen, wahllos, dass alle so ersticken, wie ich! Wenn ich schon mich entlaste, mich von meiner Last durch Selbstmord befreie, so sollen alle daran teil haben! Und doch will ich nicht gefunden werden, will niemanden erschrecken durch meine Tat, niemanden verletzen, der vielleicht doch noch an mich glaubt. Rücksicht! Haben die anderen mich in meinem Sein respektiert? Nein, alle sind an meinem Unglück schuld, sollen daran teil haben, mein Unglück spüren! Niemand hat Recht auf Glück, wenn es mir versagt bleibt! Töten, um mich schlagen, vernichten! Wenigstens im Tod nicht einsam sein! Nicht alleine diesen Weg gehen, nein das nicht! Wenigstens einmal das Recht auf meiner Seite, das Recht zu töten, mein Leben aus zu löschen. Einmal den rechten Weg gehen. Alle sollen den rechten Weg gehen, dann müsste ich nicht so leiden. Wenn sie mit mir gehen, ist das nur gerecht! Mit mir in den Tod fallen auf dieselbe grausame Weise, zu der ich getrieben wurde. Hand in Hand dem Tod entgegen treten. Ja das ist es, der letzte Sinn in meinem Leben. Gemeinsam die letzte Reise antreten!

“Auf der Reise Sein” hat schon immer meine Art zu leben bestimmt und “Frei-sein” ist ein wesentliches Prinzip meiner Selbst, meine eigenen Wege finden, jenseits von den ausgetretenen Wegen der Gesellschaft. Und so plante ich für mich den Ausstieg. So wollte ich ab Ende des Winters 2008/2009 mit dem neuen Fahrzeug auf Reisen gehen, “Zeit leben” nannte ich dieses Prinzip. Diese Idee war mir so wichtig, dass ich deswegen meine gut gehende Praxis auflöste. Aussteigen bevor ich wieder mit neuer Orientierung einsteigen kann in neue Projekte.

Jedoch ließ mich diese unverantwortungsvolle Firma vollkommen gegen die Wand von Ignoranz und Tatenlosigkeit laufen. (Siehe dazu meinen Blog: “Verhinderte Reiseimpressionen” auf: http://dottorethomas.livejournal.com/ & http://dottorethomas.wordpress.com/ ) Von diesem Crash habe ich mich bis heute noch nicht erholt, weil er mich in Tatenlosigkeit, Unfreiheit, Abhängigkeit hält & diese existentielle Situation von “Ausgeliefert-Sein” einer rechtlich anonymen Macht unterliegt: Die Firma ist rechtlich besser gestellt als Ich als Einzelwesen und der individuelle Wert eines Lebens ist in der BRD anscheinend noch nicht juridisch beziffert: (Siehe Kommentar meines Rechtsanwaltes in der letzten Email: “Hinsichtlich der Frage Schadensersatz für vertane Lebensfreude muss ich Ihnen mitteilen, dass hier Ihre Vorstellungen zwar durchaus nachvollziehbar aber mit dem deutschen Recht schwer vereinbar sind. Hier bietet das Schadensersatzrecht sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Wir müssten insbesondere versuchen, einen konkreten Schaden zu beziffern, wobei Begrifflichkeiten, wie Lebensfreude regelmäßig keine bis kaum eine Berücksichtigung finden.”)

Ganz schön zynisch, was er da aus seiner Praxis zu vermitteln hat. Der konkrete Schaden ist leicht beziffert: die Kosten des Fahrzeuges; die Kosten des Einbaues von elektronischen Bauteilen zum Batterieladen, Telefonieren, Musikhören, etc. durch Bosch; die Kosten für Einzelteile zum Ausbau zum Wohnmobil wie Fenster, Matratzen, Toiletten, Duscheinbauten, etc.; die Kosten von 10.000.-€ für den fehlgeplanten ersten Aufbau, der als Mahnung für die zweite Firma hätte dienen können, es besser zu machen; die 35.000.-€ die ich brav als Vorschuss der zweiten Firma abgeliefert hatte; die Kosten für bestellte Teile, als es hieß, ich könnte das Fahrzeug zulassen. Meine Menschen-Würde & meine Menschen-Rechte und das Leid, das mir durch diese Firma – bei der ersten Firma, die gescheitert war, kann man es ja noch als einen verzeihlichen menschlichen Fehler ansehen – zugefügt wurde – da geht es um mehr als nur: “Lebensfreude”! -, all dieser Schaden an meinem Vermögen, meiner Persönlichkeit, an meiner Lebens- & Zukunfts-Gestaltung, das soll nicht gesühnt werden können, weil das Deutsche Recht den Menschen als lebendige Person nicht vorsieht!?! Welch Ironie des Schicksals in einem solchen Land geboren zu sein.

Diese Art von Machtlosigkeit triggerte bei mir alte Erfahrungen – abgespeichert in meinen “Schattenseiten” -, was wiederum spezifische destruktive psychophysische Innerweltliche Vorgänge und Zustände auslöste. Das Festgebunden-Sein in meinem Haus in Thansau wirkt wie eine Folter. So spannt sich der Bogen auf zum Anfang dieser Zeilen. Die Welt ist doch nur ein in sich selbst Kreisen. Es gibt keine Linearität! Meine ursprüngliche Idee als Ausweg aus dem In-sich-selbst-Kreisen der depressiven Gedankenwelt: das Spiralmodell von Raum & Zeit, verliert an Kraft und Attraktion. Ich fühle mich in meiner Definition, dass mein Leben keinen Wert besitzt, bestärkt. Solange ich unfähig bin, meinem Leben wieder Richtung zu geben, so dass wieder Lebensenergie fließen kann, erleide ich einen qualvollen Erstickungstod. “Freiheit – eine Illusion” (E. Fromm)! Solange ich nicht die Macht habe, mich zu befreien zu einem neuen Lebensentwurf, spüre ich Machtloskeit / Ohnmächtigkeit / Hilflosigkeit: der Stoff aus dem das Büßergewand des Depressiven gewoben ist. Es bleibt ein Suhlen in der “Opfer-Haltung”: gebeugt, zerbrochen, verbogen. Es quält mich der Körper, indem er meinen Schmerz in seinen Geweben und Organen ausdrückt, es zerbricht nicht nur mein Geist – ihm folgen mein Körper und meine Psyche! Es entsteht ein Zerfall des Leibes , wie derzeit eindrucksvoll an einer Station in den Giardini della Biennale an Plastilin-Figuren demonstriert wird.

Der “Amok” im Hirn schenkt mir die Illusion: lebendig zu sein. Der Preis dieser Illusion ist die radikale Selbstentwertung. Mit dieser Entwertung entmachte ich auch scheinbar alle / alles andere. Aber dies ist ein pathologischer Versuch, einen Weg aus meiner Krise zu finden.

“Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern auch kaum lebensfähig.”
(A. Einstein)

1 Giardini della Biennale_Venice-2009

Wasserleiche_Giardini della Biennale 2009_Venice

Wasserleiche_Giardini della Biennale 2009_Venice

Verhinderte Reiseimpressionen auf wordpress.com

•2009/09/06 • Hinterlasse einen Kommentar

 

  1. Reiseimpressionen

     

    Jetzt ist es passiert, der Gau, den ich befürchtet habe und auf den ich mich versuche seit Jahren vor zu bereiten, wenn da nicht der Boykott der meinen Plänen zuarbeitenden Firmen wäre.

     

    Aus noch unbewussten Alpträumen meines ewigen Versagens und weil ich “müssen musste” (Prostataproblem des Alters laut Werbung) erwacht, versuche ich mich schlaftrunken in meinem provisorischen Kabuff – aus einem einfachen OBI-Anhänger mit oranger Plane umhüllt – von 99,5 cm auf 199,5 cm auf – über der Matratze – rund 70,0 cm mit meiner Körperfülle von rund 129.5 kg so zu sortieren, dass der Druck auf der Blase sich ebenso wenig nach außen entlastet wie ein plötzliches Gefühl einer schmierigen Feuchtigkeit in der Gletscherspalte meines rückwärtigen Sitzgebirges. Eine unbedachte Biegung, eine Biegung, die ich aber brauche, um mit den Beinen zuerst aus meinem selbstgewählten Sarg auf festen Boden zu gelangen, und schon könnten die Muskeln der einen oder anderen Körperöffnung ihren Verschluss nicht mehr halten. Die luzide Flüssigkeit der Pisse will ich schon gar nicht in meiner Matratze eingesogen wissen, so spüre ich während der Bewegungen die vermehrte Schmierung meines Hinterteiles, währenddessen ich meine Beine so platziere, dass die Fußsohlen das Moskitonetz wie ein Hymen aufplatzen lassen können. Vorsichtig rückwärts herauskriechend kämpfe ich damit, dass die Harnleitung – so gut es geht – abgequetscht bleibt. Draußen stehend erahnen meine Organe, dass sie sich bald erleichtern können und in beiden Krateröffnungen erhöht sich der Druck, um dick- & dünnflüssige Lava explosionsartig nach außen ergießen zu lassen. Ein Kampf des Willens mit den Kräften des Körpers quält die Haltung meines Leibes. Eigentlich will ja noch ein paar Schritte Richtung Gebüsch machen. Auf die Zehenspitzen wippend versuche ich den Naturgewalten irgendwie Einhalt zu gebieten und zumindest ein Plätzchen zu finden, wo ich zumindest der Pisse die Erlaubnis geben will, sich aus meinem Körper zu verdünnisieren. Es grenzt an Akrobatik, beide Körperöffnungen – im Geist noch vernebelt durch den Tiefschlaf kurz vorher und daher noch nicht wirklich Herr meines Tuns – zu kontrollieren. Kaum gebe ich den inneren Befehl: “Wasser marsch”, so drängt sich Landmasse zwischen meinen Po-Backen heraus. Will ich dies verhindern, so verringert sich der Strahl zu einer tröpfelnden Quelle die Leisten schmerzen. Ich spüre dünnflüssigen Gatsch an meinen Beinen herunter rinnen und gleichzeitig Krämpfe im Wurmfortsatz meines Unterleibes, die sich bis in das Becken ausweiten und zu verschrobensten Verrenkungen meines Leibes – als mein Körper-Seelen-Ganzes – führen. Wie ein losgelassener Wasserschlauch unter hohem Druck windet sich der Leib, um Natur und Kultur in Einklang zu bekommen: einfach Scheissen wie ein Hund wollte ich nicht, aber wie das bewerkstelligen, ohne das Pissen zu unterbrechen, das im Wurmfortsatz meiner Weichteile pochend anklopft, um das Nachtlicht zu erblicken? Eine komplizierte Geburt! Ärger – Scham – Verzweiflung zum Pudel zu regredieren, dessen Kern einfach nur nach eigener Fasson leben will. Wie ein begossener Pudel stehe ich dann auch da: klebrige Streifen an den Beinen spürend – letzte Tropfen aus meinem Pimmel pressend. Dann kein Wasser, um mich zu waschen, so versuche ich mit Papiertaschentüchern zumindest eine Katzenwäsche hinzubekommen. Mehrere Papiere färben sich braun – peinlich! Noch ein Stück Papier in die Arschspalte gesteckt als Windel wie beim Baby bzw. meiner senilen Mutter und schon krieche ich erleichtert wieder in meine Neandertaler-Höhle zurück. – Erleichtert ?!? – Nein, jetzt beginnt erst die Qual: Pein-Scham-Wut, die Grundlage meiner traumatisierten Psyche, der Motor quälender Bilder und Gedanken, wühlen sich in die Geschichte meiner Innenwelt. Wie in einem Kaleidoskop springen Erinnerungen an mein grundsätzliches und immerwährendes Versagen und Scheitern in mein tramhappiges Bewusstsein. Ein Perpetuum-Mobile springt an, aus sich heraus ernährt durch Vorstellungen grauenvoller Inszenierungen meines Lebens, die immer wieder & – vor allem beständig – dazu geführt hatten, dass ich trotz kreativem & intensiven Einsatz meinerselbst immer wieder gescheitert bin und aus Gesellschaften ausgestossen worden bin. Nichts Gutes gibt es in diesen Momenten der selbstbestärkenden Erinnerungsketten, die den Kopf zum Explodieren und den Leib um seinen Schlaf bringen. Immer wieder das Ernten von Schimpf & Schande trotz hohem und gewissenhaften Einsatz von mir: Ich will doch nur Gutes – ja vielleicht auch “nur” das Beste in gegebenen Situationen. Immer wieder berufliches Scheitern, Ausgenommen-Werden von Händlern, Verschleudern des Erbes eines wohlsorgenden & erfolgreichen Vaters, Unfähigkeit zu sozialen Bindungen besonders zu Frauen – ohne das Gefühl: ausgenutzt & missverstanden zu werden oder als “Monster” dazustehen -, Versagen einer Peergroup, die mich hält – Heimat bildet!, nicht wirklich eine Lebenslinie im gesellschaftlichen Leben verwirklicht und eine gerade Karriere gemacht zu haben, und so fort !!! Eingesogen von Misserfolgen rebellieren meine Empfindungen: Muskeln zucken unkoordiniert, Kribbeln huscht wie ein Hauch übers Wasser bevor der Sturm einsetzt, die Sehnen & Muskeln meines Nackens/Halses/Gesichtes verhärten sich aus Furcht, die darauf liegende Last der inneren & äußeren Erwartungen nicht mehr tragen zu können, die existentielle Angst zu versagen & nicht zu genügen rotiert als Heiligenschein und brennt sich tief als Verspannung ein, die sich aus abgestoppter Fluchtbewegung und Todstellreflex ergibt. Wirbel knistern! Meine Hände werden pampfig, die Fingerspitzen taub: nichts anrühren – nichts handhaben – nicht handeln können, um ja nichts falsch zu machen – wieder schmachvoll zu scheitern.

    SO LIEGE ICH NUN WACH !

     

    Eigentlich hat es sehr wohl planvoll begonnen:

    nach den freigestalteten Reisen mit meinen Eltern als Kind – nur hier von spontan organisierten Pensionen/Hotels zu anderen -, die immer schon ein Treiben durch freie Zeit waren und Natur & Kultur in sich vereinigten, begannen meine ersten Gehversuche ohne Eltern in der Zeit, die mir verblieb nach dem Geldverdienen während der Ferien, in meinem ersten Auto: einer “ENTE”. Hier ließen sich rasch zum Schlafen und Sitzen die Sitze und Bänke herausholen. Es kam eine Matratze hinein, ein “Langnese”-Papierkorb mit 10 Liter Wasser an den Kofferraumdeckel, es genügte noch eine kleine Tasche mit dem nötigsten Gepäck und aufs Dach kam später sogar noch das Surfbrett. Durch Vorhänge war ich vor neugierigen Blicken geschützt und es waren durchaus noch – dank geringerer Körperfülle – Reisen zu zweit möglich. Meine Reisen als Student der Kunstwissenschaften führten mich nach Paris wie in andere großen Metropolen Europas aber auch zu Kleinoden versteckt in weiter Landschaft. Meine ganzen Ausbildungsseminare wohnte ich in meinem eigenen intimen Schneckenhaus auf Rädern. Duschen und Klo in den Seminarhäusern, Essen aus dem Rucksack. Wirkliche Urlaubsreisen gab es eigentlich nie, da gemäß der “Weisheit”: “Das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.” Ich immer Grund hatte zu reisen.

    Ich wollte nie mit Zelt verreisen, da ich grundsätzlich nicht die bergenden aber in gesellschaftliche Normen gepackte Campingplätze nutzen wollte, und da ich, auch aus dem Grund immer schnell Durchstarten zu müssen, das Schlafen auf Rädern vorzog, auch um überall und zur jeden Zeit stehen bleiben zu können und dabei so wenig als möglich auf zu fallen. Es gab Zeiten in den Jahren 1973 bis 1982, die es der “Ente” ermöglichten, in Dünen bei Venedig oder sonst an Stränden einen Standplatz zu finden. Festgefressen ließ sich die “Ente” durchaus mal alleine aus der Misere heraus schaukeln.

    Doch mit der Zeit stiegen die Ansprüche an den Komfort: genügte lange Zeit das Wasser außen am Wagen und machte es diebische Freude sich in coram publico am Dorfbrunnen zu waschen und reichte zum Heizen wie zu Spagetti ein kleiner Gaskocher auf einem Tablett auf der Matratze oder vor den ausgebauten Vordersitzen am Boden, so kam der Wunsch nach mehr Intimität und Behaglichkeit, der sich langsam von Fahrzeug zu Fahrzeug steigerte. Das nächste Auto soll zumindest ermöglichen, drinnen an Wasser & an einen Herd zu kommen und eine Benzinheizung unabhängig vom Motor zu haben, um auch an ungemütlichen – ja sogar winterlichen – Tagen/Nächten ein rollendes, heimeliges Schneckenhaus um mich zu haben. Mehr Gepäck incl. Tauchausrüstung sollte Platz finden.

    Es brauchte also ein Auto, das hinten Bett umbau bar zu Tisch & Bank/Stauraum und Sitzhöhe ermöglicht und steif genug war, eine große Dachbox aus zu halten, aber auch schon eine Anhängekupplung hatte, um mein erstes Segelboot – gekauft vom Erbe des toten Vaters – bei Bedarf hinter her ziehen zu können. Es wurde zuerst ein “Simca” mit erhöhtem Laderaum, dann aber, als die Flucht in die Pampa immer dringender wurde, da immer mehr Verbote aber auch Wohnmobile auftauchten, ein “Nissan Pickup” mit Allrad. Hier wurde schon speziell nach meinen Vorstellungen ein Aufbau konstruiert, der teilbar war: nahm man das Dach der Basiskabine herunter, so ließ sich ein “Rohr” aufsetzen, die fast Stehhöhe erlaubte, aber zumindest ermöglichte, mehr Gepäck im Fahrzeug zu verstauen. Dieser Wagen bekam als mein Erster eine Dieselzusatzheizung, auf die derer Vorhandensein ich bei den folgenenden Wagen sehr achtete. Es war also noch nicht der Komfort eines Wohnwagens mit Stehhöhe, Bad/Küche, etc., da Wendigkeit & Unauffälligkeit immer mein oberstes Kompromissziel zwischen Komfort & Zweckhaftigkeit bleiben wird, aber immer hin war schon einiges nach Innen verlagert, so dass eine heimelige Intimsphäre vorhanden war, in der ich vom Waschen – leider musste bis zum “Hymer” das Duschen immer noch nach außen verlegt werden (auch bei Eiseskälte) – bis zum Kochen & Klo-gehen (mittels kleinem verbautem “PortaPotti”) und Umziehen alles außerhalb neugieriger Blicke und im Trockenen machen konnte & ohne Gefahr, dass wenn etwas den Händen entglitt, es im Dreck landete.

    Davon bin ich zurzeit weit davon entfernt!

     

    Nachdem ich den Pickup zu Schrott gefahren hatte und mir meine Scheidung nicht viel Bares übrig ließ, mussten wieder einfache Kombis herhalten, die gut für den Alltag waren, aber mit denen ich auch einmal ausbrechen konnte mit meiner alten Matratze aus der “Ente” hinten drin. Der Allrad blieb: es wurden 2 Subarus. Den neuen 2.ten tauschte ich bald ein gegen meinen 1. T4 von VW, da er alle ~20 tsd. km neue Kupplungen brauchte und meine neue Lebensgefährtin eine kleine Tochter mit auf Reisen nahm. Die Becken/Herd-Einheit aus dem Simca wurde in einen Block gesetzt und so hatte der flexible nutzbare – auch mal für die Camping Reisen mit 6 PatientInnen – auch sein brauchbares Innenleben, nur ohne Klo und interne Dusche. Aber immer mit Zusatzheizung & Klimaanlage, die besonders bei feuchtkalten Tagen sich zum Trocknen von feuchter Kleidung, etc. eignete in der Kombination mit der Zusatzheizung. Einen Vorteil den ich nicht mehr missen möchte. Da ich oft vollbeladen mit PatientInnen und einem Motorboot im Schlepptau los startete, leistete ich mir einen 180 PS T4, aber diesmal verpasste ich ihm ein Hochdach, so dass ich Gepäck nach oben verlagern konnte und nahezu stehen konnte beim Umziehen, denn ich war wesentlich fetter und dadurch unbeweglicher geworden.

    Vor ~3,5 Jahren versuchte ich all meine Wünsche an Komfort in einem Fahrzeug zu vereinen und ich erstand ein ~7,5 m langes Hymermobil, das aber mit 3,5 t ausgewiesen war. Als Stadtfahrzeug fand mein Roller auf einer extra Bühne hinten Platz und er bekam nach dem 1. schwierigen Praxistest (Auffahrt zu einer Fähre) eine Zusatzluftfederung zum Höher legen bei bedarf. Jedoch blieb ich 2 mal in Standartsituationen hängen, so dass ich mich ohne fremde Hilfe nicht befreien konnte. Der alte Wunsch nach Allrad wurde wieder wach, denn der Hymer taugte natürlich auch nicht fürs einfachste “Gelände” wie z.B. einen Tau feuchten Wiesenfeldweg!

     

    So wie sollte nun die Wunschausstattung sein, mit der ich nun weiter machen will:

    1. Tempomat 2. Zusatzheizung 3. Klimaanlage 4. Allrad oder gute Differenzialsperren 5. Zentralschloss mit Diebstahlsicherungsanlage 6. Mitnahme von Motorroller (möglichst im Inneren geschützt – nach Erfahrung bei Querung von Liverpool) & Motorboot (also starke Anhängekupplung) 7. großräumiges Bad mit Klo/Dusche innen 8. kein Gas mehr sondern alles in Diesel: Heizung, Kochen 9. möglichst autark in der Gewinnung von Strom: Solar/ Windkraft/ Batteriebänke 10. Niveauregulierung, dass das Fett in den Pfannen regelmäßig verteilt ist und steile Auffahrten kein Hindernis 11. Markise anstatt zeitraubendes Vorzelt 12. diverser Stauraum für Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine, Bücher, wenn möglich auch für Tauchflaschen und ihren Luftkompressor 13. eine Hauptschlafgelegenheit und eine für Gäste (klappbare Tisch-Bank-Einheit) 14. übersichtliche Anordnung von Körben für alltägliche Utensilien und Bücher 15. ein klar definierter Platz für Computer&Bildschirm&Drucker/Scanner wie diverse Ladegeräte für die Kameras und ihrem Zubehör, so dass ich meiner Kreativität die Zügel schießen lassen kann.

     

    Mit diesem Anforderungsprofil suchte ich ein neues Wohnmobil. Allrad gab es aber nicht von der Stange, so musste ich selbst bauen: ein Kofferaufbau auf einem Fahrgestell wird doch nicht so schwer sein und so teuer sein, denn komplette Kofferaufbauanhänger gibt es um die 6 m und 2,4 m Breite um rund 9-10 tsd. € und einen kompletten Wohnwagen mit hinterer Auffahrrampe für Quad/Motorrad um rund 25 tsd. €. Aber aus meinem damaligen Geschwindigkeitsanspruch – ich war ja noch normaler Arbeitnehmer/Selbständiger mit beschränkter Freizeit – und da es noch für Wohnanhänger mehr Beschränkungen gab als für das – in Europa noch relativ neue – Wohnmobil. (Heute gibt es alle Beschränkungen für Wohnanhänger auch schon für Wohnmobile, so dass meine Überlegungen wieder ernsthaft in eine höhere Kompromisverschiebung gegen Konfort gehen in Richtung unauffälligen Lastenanhänger in Kofferform und starkes unauffälliges geländegängiges Zugfahrzeug.) Ja denk’ste!

    Mein Basisfehler ist:

    “Ich vertraue mehr als ich selbst kontrolliere!” So fiel meine Entscheidung beim Kauf einmal auf die etwas billigere Marke VW anstatt das Grundfahrzeug des Crafter’s Mercedes Sprinter zu kaufen und zum anderen vertraute ich der Aussage des Verkäufers, dass 1. trotz Allrad der Tempomat möglich ist und 2. dass ein Fahrzeug über 3,5 t in der Geschwindigkeit abgeriegelt ist (was für Sonderfahrzeuge wie Wohnmobile nicht gilt). Das war’s auch schon!

    Jetzt scheitert schon die zweite Firma am Auftrag: auf das vorhandene Basisgestell einen Isokoffer zu bauen, der obige Punkte von mir weitgehendst ermöglicht und die 3,5 t einhält. Der Start war vor rund 2,5 Jahren und derzeit behelfe ich mir immer noch mit einem Provisorium und kann meine geplanten weiten Reisen bzw. sogar eine geplante Weltreise nicht antreten. Es sollte eine Zäsur für eine neue Ausrichtung meines Lebens im Endspurt zum Tod werden. Die 2.te Firma, die durch das von der ersten Firma hergestellte Produkt wie auch durch das vorhandene Basisfahrzeug klare Vorgaben hatte, boykottiert mich schon das 2. Jahr – so lange steht bald das Fahrzeug bei denen und es ist immer noch nicht fahrbereit und sie strengen sich nicht an, einen klaren Zeitplan aufzustellen, der es mir wiederum ermöglichen würde, mein Leben zu planen und aus der unsinnigen Warteposition heraus zu katapultieren.

    Da es – ein weitere Fehler in Folge meiner Vertrauensseligkeit – keine verbindlichen & schriftlichen Abmachungen gibt, nutzt die Firma das weidlich aus, indem sie Zeit schindet, da sie schon seit langen weiss, dass sie Mist gebaut hat, indem sie das Fahrzeug nicht von Anfang an achsweise gewogen hat, bevor sie mit dem Aufbau begonnen hatte, denn durch den Einbau des “Allrades” blieb an der Vorderachse nur noch eine Gewichtstoleranz von 100 kg. Aber ich kann mir auch kein Ersatzfahrzeug auf deren Kosten leihen oder kaufen, da es ja keinen Vertrag mit Abgabetermin gibt. Außerdem scheint sich durch den Auftrag die Firma über die Wirtschaftsflaute hinweg helfen zu wollen, indem sie eine vorläufige Rechnung präsentierte – erst auf Intervention mit Rechtsanwalt (ADAC) -, die sich auf unglaubliche 56 tsd. € beläuft, obwohl ich das Basisfahrzeug mit allen elektrischen Ausbauten und alles Zubehör geliefert habe, das eingebaut werden sollte. Dass dies nicht so ganz mit rechten Dingen zu geht, zeigen obige – aktuellen – Angaben zu Kofferaufbauhänger und Vario-Wohnwagen. In meiner Fotodokumentation lässt sich sehr gut erkennen, dass die Aufbauten mehrmals montiert und demontiert wurden, Zeiten, die mir sicherlich verrechnet wurden aber Zeichen ineffektiver Planung sind, usf..

    Die erste Firma baute auf Zeit (über 1 Jahr) und die zweite Firma hat das komplette Fahrzeug mit dem Aufbau der ersten Firma zum Umbau seit Frühjahr 2008 dort stehen und das Fahrzeug ist auf unabsehbare Sicht hin nicht fahrbereit, obwohl angeblich jetzt eine Auflastung – nach 1,5 Jahren Verneinung durch VW & Allradfirma – doch möglich ist, aber noch keine verbindlichen Termine ausgemacht werden konnten, da ich keine schriftliche Bestätigung dafür abgegeben hätte. Um letztlich Geld zu sparen, hätte ich einer Auflastung mit Freuden zugestimmt, zumal ich inzwischen erfahren hatte, dass Wohnmobile in ihrer Mobilität / Geschwindigkeit nicht mechanisch eingeschränkt werden. Es wäre ein größerer finanzieller Verlust – auch schon damals gewesen -, da gebrauchte Autos nix wert und ich schon für rund 6-7 tsd. € Elektronik einbauen ließ, als hinzunehmen, dass ich bis zu 15 tsd. € für eine TÜV-Einzelabnahme und die von der Allradfirma sehr wohl mögliche Auflastung auf 4,2 t bezahlen hätte müssen. Von dieser Überlegung von mir wussten der leitende Ingenieur und der Besitzer der 2. Firma sehr wohl, bevor Ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt wurden nach ungefähr 5 Monaten Wartezeit im November 2008.

    Insgesamt eine Veralberung des Kunden, der für hilflos und doof gehalten wird. Aber was für mich viel schwerwiegender wirkt als für blöd gehalten zu werden, ist der verantwortungslose Umgang mit meiner

    Lebenszeit & LebensSinngebung !!

     

    Wie kommen fremde Leute dazu mit dem kostbarsten Gut eines Menschen auf diese fahrlässige Art und Weise um zu gehen? Was ist Lebenszeit aus juridischer Sicht wert, steht doch die “Achtung der Menschenwürde” an erster Stelle im Grundgesetz? Sind meine Pläne, meine individuellen Lebensentwürfe in Anbetracht dieses großen Anspruches als Teil meiner Würdigkeit dem Leben gegenüber ökonomisch berechenbar? Ich bereichere durch meine Pläne den Gesamtentwurf Gottes für das Leben auf dieser Erde, daher bin ich in den Augen Gottes würdig: “zu sein”! Die Begründer unserer Staatsverfassung fanden diesen Aspekt menschlichen Seins für so wesentlich, dass sie es für würdig fanden, das Sein eines individuellen Menschen – ähnlich den Gesetzen Gottes – als wertvoll zu deklarieren und somit schützenswert.

    Aber in meinem Fall geht es nicht nur um meine WÜRDE ALS MENSCH an sich sondern auch darum, dass ich es würdig bin, ein unversehrtes Leben bei “GESUNDHEIT” führen zu können. Das Hinauszögern der Fertigstellung, die Ungewissheit der Geld- & Zeitplanung, das Zunichte-Machen und Zerstören meiner Lebenspläne (ich hatte letztlich meine gut gehende PsychotherapiePraxis aufgegeben, um eine Zäsur in mein Leben zu setzen und zu Reisen, bevor ich wieder Kraft geschöpft hätte zu neuen Projekten), die Frustration: vor Monaten gesagt zu bekommen das Fahrzeug anzumelden und die noch nötige Dachplane sowie die Bettmatratzen in Auftrag zu geben & ein paar Tage später das Zugeständnis, dass das Fahrzeug mit dem erreichten Gewicht von über 3,5 t nicht offiziell als Wohnmobil zulassbar ist; der Bruch meines Vertrauens und der Missbrauch meiner Zeit und Gutmütigkeit wie Gelassenheit, all dies ließ mich in Traumaabwehr-Muster dekompensieren und ich bin seither mit einem Fuß auf dem selbstgewählten Gang in die Psychiatrie, um nicht mir selbst bzw. anderen zu schaden.

    Die Firma ist durch die Missachtung meiner MENSCHENWÜRDE & MENSCHENRECHTE nicht schuld daran, dass ich die Stresssituation auf diese katastrophale Art & Weise für mich verarbeite, aber sie hat durch ihr Taktieren und ihre Nachlässigkeit wie Fehlerhaftigkeit den Trigger zu dieser verheerenden Reaktion gesetzt. Was ist dies im Angesichts der verbrieften Rechtes auf Menschenwürde und Unversehrtheit meines Seins im Grundgesetz wert?

    Sicherlich, einen ähnlichen sehr hohen Anspruch schrieb eine Weltumspannende Organisation: die WHO fest. Sie definierte “Gesundheit” als “Allgemeines Wohlbefinden”. Seit einem gutem halben Jahr ist bei mir von “Wohlbefinden” nicht die Rede. Ich stecke nur Geld und Bemühungen, mich durch gesundheitsfördernde Aktionen – bis hin zur zeitweisen Stilllegung meiner Selbst durch Psychopharmaka – & Gedanken zur Korrektur meiner Sinn- & Lebensplan-Findung über Wasser bzw. mich am Leben zu halten.

    Das RECHT auf “Wohlbefinden” ist von keinem Gesundheitssystem durchgehend bezahlbar. Deswegen wurde an ökonomischen Kompromissmodellen gearbeitet und der große Gedanke im Dienste des Machbaren verstümmelt. (Siehe meine Aufsätze zu Heilung und Gesundheit)

    Heißt das letztlich, der große Entwurf zur “Menschenwürde” ist nicht bezahlbar und eine Firma, die so agiert wie diese, wird mangels rechtlicher Handhabung aus ihrer gesellschaftlichen & individuellen Verantwortung entlassen?

    Was ist der Wert eines Menschen, seines unversehrten Lebens, seiner individuellen Lebensentwürfe jenseits aller “Schicksalsgebundenheit”?

    Hört der häre Gedanke zur Menschenwürde – es wird ja leider noch zur finanziellen Schadensbegrenzung vermieden, die Würde aller Lebewesen in ihrem Da-Sein anzuerkennen und gesetzmäßig nieder zu schreiben – da auf, wo die Ökonomie des Kapitalismus beginnt? Ist mein Leben kein Kapital für die Gesellschaft? Stimmt, es gehört ja nur zu den “human ressources” wie ein Ding, das zur Herstellung eines Konsumgutes notwendig ist! Gehört der Standartsatz der Versicherungs-Gesellschaften und Herstellungs-Industrie: “Ausschalten des menschlichen Faktors als Fehlerquelle” zum Credo einer aktiv gelebten “Menschenwürde”?

    Schwer – zumindest somatisch – kranke Menschen werden durch das Konzept der Menschenwürde mittels Maschinen und mit großem finanziellen Aufwand, oft gegen den Willen des Betroffenen, am Leben erhalten, weil ihr Leben würdig ist, erhalten zu werden. Bei Lebensentwürfen und Lebensinteressen gesunder Menschen sieht es anders aus. Sie sind kaum rechtlich geschützt, weniger als manche Maschine für eine Versicherungsgesellschaft.

    Es müssen erst amerikanische Anwälte kommen, die bei den traumatisierenden Katastrophen letzter Jahre wie “Galtür” & “Kaprun” (s.a. Zu diesem Thema:
    http://www.gazette.de/Archiv/Gazette-Juli2002/Traumata.htm, http://www.sve-psd.at/tagungsbeitraege.htmll, http://www.lv-saarland.drk.de/Migration_Integration/Dokumente/ProtokollFreiburg2002BerichteEmminghaus.pdf) und anderen: “Technischen Katastrophen: Sozialen/gesellschaftlichen: Katastrophen …” ihr Klientel unterstützt und Präzedenzfälle für Humanität bei Traumatisierung geschaffen haben.

    Traumata Definitionen beinhalten zwei Richtungen: Existenz bedrohend & Lebens bedrohend. Nimmt man die horrende Forderung an Nachzahlung für mein Fahrzeug, das heute noch immer nicht nach fast 2 Jahren Entwicklungs- & Bau-Zeit fahrbereit ist und die Aussicht durch den Hänger in ein weiteres unberechenbares Abenteuer gestürzt zu werden, so wird das Projekt für mich auch Existenz bedrohend, denn ich müsste mich existentiell einschränken, um die nicht voraus angekündigte Summe auf zu bringen. Vor lauter Abzahlen der Schulden könnte ich das Fahrzeug nicht nutzen.

    Weit mehr hat das verantwortungslose Verhalten der Firma zu einer Lebensbedrohung geführt: nicht nur dass ich aufs schwerste suizidal wurde, also mein Leben & Existenz unmittelbar bedroht war, sondern dass das fehlerhafte, zögerliche Planen und nun das Hinauszögern der Auslieferung eines einsetzbaren Produktes mein Leben insofern bedroht – ja eigentlich zunichte gemacht hat -, indem all meine Planungen und Vorhaben verunmöglicht wurden.

    Heute – 06.09.09 – ist das Fahrzeug immer noch nicht einsetzbar, ich habe keinen Zeit- bzw., Kostenplan für die Fertigstellung, ich hänge jetzt schon über 1,5 Jahre in der Luft ohne konkrete Ergebnisse oder Aussicht auf ein funktionierendes Endergebnis, ohne durch Mehrkosten (wie Auflasten) die Fehler anderer korrigieren zu müssen. Alle waren in Urlaub bzw. es wurde sich auf die “Urlaubszeit” hinausgeredet (TÜV Nord hat sicherlich keine Termine ausgeben können deswegen!?!) wie schon vor einem Jahr, als es im Juni hieß: Urlaubszeit!! Und ich wartete artig. Und so auch heute noch!!!

     

    Mein Recht und die Würde so zu leben, meinen Lebensinhalt & Lebens-Sinn wie Zweck so zu gestalten wie es meinen Intentionen entspricht, wurde von dieser Firma nicht nur bedroht sondern sogar zerstört!

     

    Der zentrale Teil der Trauma Definition beinhaltet, dass durch externe Trigger (komplexe Auslösesituationen) nicht stopp bare Verhaltens- & Erlebensabläufe in Gang gesetzt werden, die auf ein Erlebnis zurückgehen und in einem Wiederreaktivierungsprozess die physischen, emotionalen & geistigen Erfahrungen während des damaligen Schock-Erlebens und die meist lösungsuntauglichen Reaktionen auf diesen psychophysischen Schock wieder auf leben lassen. Es genügt, dass das Thema des erlebten Traumas durch die Trigger-Situation angesprochen wird.

     

    Da komme ich wieder an mein Anliegen zurück:

    Wenn eine – eigentlich schon die zweite Firma – einen klaren Auftrag bekommt mit klaren Vorgaben (ein Fahrzeug mit 3,5 t & eine beschränkte Summe von Geldes, die ich angezahlt hatte: 35.000.-€ & als Plus sogar die Möglichkeit von den Fehlern der ersteren Firma zu lernen) und für diesen Auftrag nicht nur Zeit sondern auch Geld verschwendet, wie ist das vor der großen Vorgabe der “Allgemeingültigen Menschen-Würde & Menschen-Rechte” zu bewerten? Die mündlich getroffenen Abmachungen & teils in unbeholfenen selbst erstellten Grafiken & Ideen (wie leichter Planenaufbau und nur eine regen-&staubdichte Box für Küche/Bad/Wertsachen) müssten doch eigentlich würdig sein, als verbindlich erachtet zu werden. Zu den Vorgaben gehörte das sehr wohl kommunizierte Konzept meiner Art zu Reisen und der Anforderungen, die ich an ein Wohnmobil für mich stelle (s.o.).

    Es wäre respektvoll und meinen Lebensplanungen gegenüber würdig gewesen (wie es für mich im Grundhandwerk der Dynamischen Gruppenpsychotherapie & Gruppendynamik selbstverständlich ist) zunächst einmal eine gründliche “Ist- & BestandsAnalyse” (dazu hätte das achsweise Wiegen des Crafters gehört) zu machen, um dann eine “SollAnalyse” zu erstellen, die zumindest die Aussagen beinhält: “MACHBAR – NICHT MACHBAR” oder “Machbar unter folgenden BEDINGUNGEN”. Dann erst wäre eine Entscheidung auf festen Beinen.

    Es wäre meinen Plänen und meinen Wünschen gegenüber würdig gewesen, diesen Weg zur möglichen Schadensbegrenzung bzw. zur Optimierung des Herstellungsablaufes einzuschlagen. Ich konnte bei jeder Besprechung nur als Mahner für die Vorgaben: Gewicht & Geld & Nutzungsziel auftreten, die Entscheidung für den Herstellungsablauf musste ich als Laie dem Fachmann überlassen und ihm eine große Portion Vertrauensvorschuss überlassen, d.h. Ihm seine Würde als Fachmann lassen und somit seine Fachkompetenz zu würdigen, in der Hoffnung, dass er auch meine Vorgaben & Wünsche würdigt, auch unter Maßgabe der Vorgaben des Chefs unbedingt ein Produkt zu erarbeiten – aus welchen Gründen auch immer (Menschenfreundlichkeit kann es wohl nicht gewesen sein nach der Präsentation der 56 tsd. € als bisher verbrauchtes finanzielles Gut, was bedeuten würde, dass ich auf die Vorauszahlung von 35 tsd. € noch mind. 21 tsd. – ohne Kosten für die Auflastung von rund 14 tsd. – drauflegen müsste!!!).

    Es wäre schon im letzten Frühjahr 2008 mehr Möglichkeit zu disponieren gewesen, zumal die Wirtschaftskrise noch nicht den Verkauf des Crafters zur Farce gemacht hätte und der Wagen noch in Garantiezeiten lag. Oder man hätte sich konsequent um eine Auflastung bemühen sollen & den vorhandenen Aufbau der ersten Firma nutzen können (was ein riesen & dankenswerter Verdienst der zweiten Firma gewesen wäre, aber die Profitgier …).

    Die Auflastung scheint ja unter dem Erfolgsdruck, nicht völlig als Versager ? da zu stehen, nun möglich, auch wenn damit auch wieder völlig unsinnig meine Zeit verschwendet wird und mir – trotz mehrmaliger Bitte und im Beisein eines Rechtsanwaltes vom ADAC – immer noch kein verbindlicher Zeit- und Kostenplan offeriert wird. Dass die Auflastung scheinbar – denn durchgeführt wurde sie immer noch nicht – jetzt möglich ist, verstehe ich so, dass auch die Variante mit nur einem Auflieger von 5,5 t durch die fehlende Möglichkeit die Vorderachse zu belasten, nicht möglich ist. Meine Bedürfnisse und Pläne waren es nicht würdig, in konkrete Überlegungen von einem zeitlichen & finanziellen Ablauf eingebunden zu werden. Ich hatte es der Firma ja auch leicht in meinem kindlichen Urvertrauen gemacht: “Macht mal, Ihr werdet schon das Richtige tun!” Aber denk’ste!!!

     

    Variante 5,5 t ?!? Ach ja ein genialer Schachzug der Firma!

    In meinem Frust über das Nicht-Nutzen-Können des ersten Aufbaues, auf den ich geduldig über ein Jahr gewartet hatte und in Hoffnung bald mittels einer neuer Lösung los fahren zu können, war ich auf die Variante: 5,5 t eingegangen. Mein Vertrauen in die Handlungskompetenz wie fachliche Kompetenz der 2. Firma war damals – auch aus guter Erfahrung mit dieser – grenzenlos. Der Chef schlich sich in mein Vertrauen ein, indem er sich als alter Pragmatiker und Handwerker vom alten Schlag präsentierte, der noch für den Kunden arbeitet. Obwohl ich laut österreichischem Rechtsanwalt die Möglichkeit gehabt hätte, den zu schweren Aufbau der ersten Firma ohne Bezahlung ablehnen zu können, riet mir der Chef der 2. Firma, den Aufbau für einen Neuanfang zu nutzen.

    Neuanfang bei der zweiten Firma:

    Meine Idee wäre gewesen – nur um das Gesamtgewicht aber nicht um die unglückliche Verteilung der Gewichte auf die Achsen wissend –, den vorhandenen Aufbau zu halbieren und in den fixen Teil – wie es jetzt auch ist mit dem Aufbau der zweiten Firma – als Gepäckaufbewahrung / Küche & Bad zu nutzen. Zur Gewichtserleichterung hatte ich vorgeschlagen, den Rest durch einen leichteren Planenaufbau -staub & regendicht zu ergänzen und den Roller auf eine Bühne auf Anhängerkupplung bzw.- auf den Motorboothänger zu stellen.

    Der Chef der zweiten Firma ging zuerst auf meinen Vorschlag ein, den vorhandenen Aufbau zu halbieren & den vorderen Teil – mit dem angebauten Windspoiler, als Gepäckraum, auf dem vorhandenen Rahmen samt Boden – wieder auf den Crafter auf zu setzen und mit einem leichten Planenaufbau oder leichteren Platten zu ergänzen. Dann hörte ich 3 Monate nichts mehr (Urlaub, etc.) bis ich energischer nachfrug. Es hieß dann: “Der Aufbau wäre zu schade, um zerschnitten zu werden.” Später hieß es: “Bauen wir doch einen Auflieger aus dem vorhandenen Aufbau, denn der TÜV Traunstein würde ohne weiteres mindestens ein Gesamtzuggewicht von über 8 t genehmigen.” In meiner Sorge um meine finanziellen Mittel, nicht zu viel Geld zu verlieren, da angeblich ein einfaches Auflasten nicht möglich gewesen wäre, um den vorhandenen Aufbau zu nutzen, und in Hoffnung, bald mit einem funktionierenden Wohnmobil den nun schon 1,5 Jahre verschobenen Erholungsurlaub antreten zu können und aus der frustrierenden Situation heraus zu kommen, stieg ich in die neue Planung ein. Ich stellte jedoch zur Bedingung, dass trotz allem eine demontierbare Kabine für Trips ohne den Hänger (von rund 10 m Länge) angefertigt wird. Hierbei wies ich des Öfteren darauf hin, dass die 3,5 t (ursprünglich zur Gewichtsreduktion von mir als Planenaufbau in Auftrag gegeben, später hatte der Ingenieur der Firma nichts – in Bezug auf Gewicht – dagegen, die Plane durch Platten zu ersetzen und nur noch als zusätzliche Sicherheit eine Plane über dem Dach zu behalten) nicht überschritten werden dürfen, was mir zugesichert wurde.

    In meinem hohen Vertrauen auf ein gutes Gelingen versäumte ich, die Abmachungen schriftlich zu fixieren und leistete Anzahlungen letztlich von 35 tsd. €. Wie sich jetzt herausstellt, ein äußerst leichtsinniges Verhalten.

    Tja, und dann – begleitet von viel Begeisterung von allen Seiten – fing die unendliche Geschichte an und meine Planungen für mein weiteres Leben ab Feb. 2009 auf Basis dieses “perfekten Fahrzeuges”: bis hin zur Aufgabe meiner Praxis, um letztlich eine Weltreise antreten zu können, wobei der grosse Hänger mir erlaubt hätte, mich Monate lang an zusagenden Orten aufhalten zu können.

    Nichts davon ist verwirklich bis zum Datum des Schreibens: 06.09.09

Wahrnehmen von Farb-Formen in einer Komposition (Kandinsky)

•2009/04/06 • Hinterlasse einen Kommentar

20081116_farbformwahrnehmung (3,2MB_PPT)

Das Rezipieren und Gestalten von bildnerischen Kunstwerken mündet in einen “Gestaltkreis” (V.v. Weizsäcker) von Gestalten und Wiedergestalten, wobei das Kunstwerk als Gestaltung der Mittler der Idee des Künstlers ist. Die Aufgabe des Rezipienten ist die Idee aus der Gestaltung “heraus zu fühlen” (Worringer).

Die Farb-Form-Lehre von Kandinsky im Bauhaus-Unterricht

dottorethomas: Zur Philosophie des Reisens

•2009/04/05 • Hinterlasse einen Kommentar


Freiheit zum Aussteigen

– Freiheit zu neuem Leben

– Zur Kunst des Reisens

Wer nicht eingestiegen ist – kann nicht aussteigen

Eine Art Vorwort

Der Vorteil schriftstellerischem TätigSein gegenüber wissenschaftlicher Arbeit scheint mir folgender zu sein:

Ich kann genauso präzise mein Denken und Intuieren – mein Wahrnehmen und Fühlen in sinnvolle Worte kleiden, wie wenn ich um wissenschaftlich exakte Formulierungen ringe. Ich kann „descartisch“: Zweifeln und wie „Popper“: möglichst wertfrei und offen für das Ergebnis sein (Ergebnis meint: das Verifizieren oder Falsifizieren des in der experimentellen Hypothese: „Erwarteten“).

Aber ich muß nicht so um den Schein des Überprüfbaren buhlen – ich kann und darf ausdrücken, was als prägnante „Gestalt“ oder auch mal als diffuser „Komplex“ in meinem Geist und durch die Funktionen meiner Psyche und gemäß der Vernetztheit meiner „Nervenbahnen“ / des „assoziativen Cortex“ & der augenblicklichen „Situation“ emergiert und von den Filtern: „Vernunft“ & „Wille“ wie „Vorstellungskraft“ gestattet wurde.

Ich kann meine Erfahrung (meine Eindrücke / Empfindungen / Erkenntnisse – das mir „Bedeutsame“ / „Wesentliche“) frei: an Worte / bildnerische & musische Ausdrucks-Gesten binden. Ich als „Leib“ bin ein der Welt zugewandtes Ganzes. Mein „Ich“ nimmt sich selbst als ein agierendes & reagierendes wie „erleidendes“ Wesen (als Täter wie Opfer) wahr, als ein „Subjekt“ in „Relativität“ zu „Objekten“ & Vorgängen meines „Umfeldes“: „Ich schreibe / drücke mich aus –also bin Ich! Und da Ich bin, kann ich mich ausdrücken / schreiben!“

Als „freier Schriftsteller“ kann Ich – ohne beweisen / zerpflücken & in Statistiken / Formeln pressen zu müssen – Bedeutung in Form von: „Sense“ / „Mind“ („Sinn & Geist“), emergiert aus aneinander geperlten Assoziationen von Information meiner Innenwelt und aufeinander folgenden NervenBlitzen, in verbale und nonverbale Information wandeln / „codieren“.

Die Information, die ich gerne weitergeben möchte als „Zeichen“ und in „Symbolen“, entspringt der Sinnlichkeit meines Leibes & von „mir selbst“ aus meiner Position zur Welt und den inneren Prozessen (Abläufen & Vorgängen), die verdeckt („covered“) unter meiner Haut ablaufen. Ich lege in einem „EntäußerungsAkt“ meinen „Sinn“ offen dar und zeige das, was mir „bedeutsam“ / „wichtig“ / „essentiell“ ist (d.h. zur „Gestalt“ geworden ist).

Mein „Ich“ ist „übersummativ“, d.h. ich bin mehr als die Summe meiner Teile. „Ich“ lebe als ein Ganzes in Form meines Leibes zur Welt. In diesem „Ganz-Sein“ drückt sich meine Identität und Integrität aus. Mein „Gewordensein“ / „Dasein“ / „Gerichtetsein“ formt mich „selbst“ als ein individuelles (einzigartiges & abgegrenztes) Subjekt mit einer inneren Erfahrungswelt: der „Innenwelt“, die sich als Antwort auf meine ganz persönliche Art & Weise der Welt zu begegnen und von ihr getroffen zu werden herausgebildet hat.

Mein „Schreiben“ enthält die Information meiner individuellen „Übersummativität“. Letztere ist eine einzigartige & nicht wiederholbare (reproduzierbare) Qualität, die jeglichen Ein- wie Ausdruck individuell / persönlich färbt & unverwechselbar macht. Sie kennzeichnet meine „unsterbliche Seele“, solange sie in Erinnerung weiterer Generationen aktiviert bleibt. Somit bin „Ich“ auch ein „GeistWesen“, einerseits als Phänomen meines Geistes (eine „Repräsentanz“ meiner Selbst) wie auch als ein mögliches Relikt im Geist anderer Lebewesen oder in verbliebenen gestalterischen Spuren meines verbalen wie nonverbalen Tuns auf Objekten wie z.B. meine SchriftWerke, Fotos, meine Fußstapfen, die im Kalk versteinert wurden.

Als „bloßer“ Schriftsteller darf Ich es wagen: Gedanken / Vermutungen / Gefühle ohne „deduzierenden“ / „induzierenden“ Filter ausdrücken!! Ich bin berechtigt, unpräzise & unüberprüfbar zu sein, d.h. Ich darf – ohne mich in einem Experiment / einem wissenschaftlichen Dis-& Exkurs beweisen und überprüfbar machen zu müssen – „meinen“ !:

„Meine Meinung / Vermutung / Überlegung / Erfahrung / Ahnung / Intuition ist ……. und ich fühle / intuiere / memoriere dabei …….. indessen spürt sich mein „Leib“ in seiner Gestimmtheit / seinem Ein-/AusgerichtetSein / seiner Haltung und in seinem Standpunkt ……….. an!“

Das ist das „Dreigestirn“ der menschlichen „Erkenntnismöglichkeiten in Form eines „rekursiven“ (in sich geschlossenen & rückbezüglichen) Prozesses in Feedbackschleifen der Funktionen meiner Psyche (des Wahrnehmens / Denkens / Fühlens / Intuierens & Memorierens). In Folge dessen gewinnen Scheme – Schemata – letztlich Gestalten, herausgeschnitten aus der diffusen & komplexen Ganzheit der unmittelbaren Situation, an Bedeutung und Sinn, d.h. dem wahrgenommenen Objekt und Vorgang wird InformationsGehalt gegeben – es/er wird „vertraut“ gemacht im Verstehens-, Verständnis- und letztlich Erkenntnis-Prozess. Etwas zu verstehen bedeutet, daß ich einen neuen Fakt mir bewährten und vertrauten Mustern zu ordnen kann. Was aber nicht gleichzeitig bedeuten muß, daß ich für das Verstandene: „Verständnis“ haben muß. Der Akt des „Wahr-Nehmens“ und der „moralischen Einordnung“ als einen gültigen Wert für mich sind zwei Betrachtungs- / Verarbeitungs-Wege im Informationsverarbeitungs- & Erkenntnis-Prozeß.

Wichtig ist der Vorgang insofern für ein Subjekt, da „Vertrautes“ adäquate Aktion & Reaktion der Abstimmungs- / Anpassungs- / Kultur- & Arbeits-Leistungen eines Subjektes fördert, während „Unvertrautes“ / „Unverdautes“ zur Abwehr führt und durch das „GestimmtSein“ in Furcht & Angst gezieltes Erleben & Verhalten hemmt oder gar blockiert.

Ich sehe die „Schriftstellerei“ als eine Form von „Kunst-Schaffen“ an. Ich will möglichst gezielt einerseits: das „Innere Weltbild“ im Geist eines Objektes in Aufruhr bringen & die Psyche in ihren Funktionen anstoßen / aufrütteln & anderseits: zum zweckfreien Genießen / Meditieren anregen. Dazu gilt es: nicht nur die Regeln & Skripte & Umgangsformen allgemeiner Interaktion & Kommunikation zu verstehen und anwenden zu können, sondern auch den „Gestaltungs- & Wieder-Gestaltungs-Prozeß“ im Dialog bzw. „Polylog“: Künstler – Kunstwerk – Rezipient in seinen Konsequenzen für das „künstlerische Schaffen“ verwenden zu können.

Nicht nur beim „künstlerischen Schaffen / Gestalten“ sollte sich der Erkenntnis- & -Informationsverarbeitungs- Prozeß indessen optimal gestalten in einem „Oszillieren“ zwischen dem Herangehen an das Objekt / Sujet / an den gebotenen und vorgefundenen Inhalt (d.i. „Kontakt“) und dem Abstandnehmen von dem Objekt / Sujet / Inhalt (d.i. „Rückzug“) zur Analyse.

Im Verlaufe eines subjektiven Informationsverarbeitungsprozeßes wird die Information des Phänomens / des Inhaltes / des Sujet als innerer (durch die „Proprio- bzw. Intero-Sensorik“ vermittelt) und/oder als äußerer (angeregt durch die „Extero-Sensorik“) „Eindruck“ wahrgenommen.

Der „Eindruck“ wandelt sich durch Sinn- & Bedeutungsgebung des Geistes zu einer „Impression“ bzw. assimiliert sich als „Introjekt“.

Diese „Impression“ / das „Introjekt“ wird mit der Information abgespeicherter „Repräsentanzen“ abgeglichen, die im Nervengeflecht des Leibes & im Geist in Form eines „memorierten“ „Bezugssystem“ von verknüpften InformationsEinheiten (d.i. das subjektive „Weltbild“) assimilierter Introjekte gelagert sind.

Ich will als „Schriftsteller“ den Geist des Rezipienten / der RezipientIn gezielt treffen und in Bewegung bringen & möglichst in seinem Horizont erweitern. Das im „Geist“ gespeicherte „Weltbild“ eines Subjektes besteht aus: Informationen aus dem Inneren des Leibes und Informationen bestimmter Umfeld-Situationen als Aktion & Reaktion des Subjektes (d.i. die „Erfahrung“) und der „Privatlogik“ & „Affektlogik“ der Verknüpfungen der Erfahrungsgehalte.

Die Kunst als „Schriftsteller/In“ / bildnerische/r & musische/r Künstler/In besteht darin das „Oszillieren“ zwischen „Äußerer Welt“ & „Innen Welt“ anzuregen oder gar zu triggern. Der Prozeß des „Oszillierens“ gebiert gemäß der „Privaten Logik“ in der Analyse der aktuell & unmittelbar vorliegenden / vorgefundenen / gesuchten Information in der Begegnung von einem „Ich“ & einem „Du“: eine „Konstruktion“ einer „Neuen Wirklichkeit“ mit veränderten „Horizonten“.

Ein „Subjekt“ reagiert individuell mit „Merk- / Wirk- & Such-Bildern“ auf vorgefundene & vorgestellte Wirklichkeiten, die sie beeinflussen sobald sie auf diese mit IHRER Aufmerksamkeit bezogen sind, d.h. in Relativität treten. Kann ich ein „Oszillieren“ des Leibes anregen, entsteht also ein aktiver Handlungs- & Gestalt-Kreis von Gestalten und Wiedergestalten von „Information“ als „Kennzeichen“ von „FarbForm“ („Figur“) und Qualitäten wahrgenommener „Objekte“ und Vorgänge. Als „Künstler/In“ versuchen wir diesen Prozeß möglichst in unserem Sinne ablaufen zu lassen (unter weitgehendster Berücksichtigung verschiedenster Einflüsse wie GestaltungsMedium, GestaltungsMittel, Präsentation der Gestaltung, etc.).

Eine künstlerische Bemühung kann auch an Ihre Grenzen stoßen, wenn – weniger durch physiochemische Bedingen im Feedbackkreis von Sender-Kanal-Empfänger – als vor allem durch psychophysische Bedingungen: das Erleben & offene wie verdeckte Verhalten eines Subjektes in seiner Flexibilität der Abstimmungs- & KulturLeistungen gehemmt wird. Diese Hemmung drückt sich darin aus, daß ein Subjekt / Objekt in einer Richtung des „Yin & Yang“ (als rekursiver Regel- & Erkenntnis-Prozesses) verhaftet. In diesen Momenten erstickt die Lebendigkeit im Informationsaustausch in Zwang, Vorurteil und unangemessener „Gewalt“ (d.i. ein „Walten“, das eigentlich ein konstruktives Machen in einem Bezugs-&Wirk-Zusammenhang („System“) ist. Es wird zu einer destruktiven Größe in der Wirklichkeitskonstruktion).

Im Verlauf dieser Hemmung wird somit die Information des Objekts meines Geistes und/oder der AußenWelt vergewaltigt. Es entsteht somit „Unwahrheit“, d.h. dem „Wahrgenommenen“ wird der Informationsverarbeitungs-Prozeß in dessen Inhalt / Sujet nicht gerecht. Die enthaltene Information kann nicht im Sinne des Senders wahr genommen werden.

Die Gefahr also bei dem Wahrnehmen eines künstlerischen Objektes (einer „Gestaltung“) besteht darin, daß die Psyche & der Geist eines rezipierenden / wiedergestaltenden Objektes / Subjektes nicht in Schwingung / „ins Oszillieren“ gerät. Der Informationsverarbeitungsprozeß des Subjektes kann dem InformationsGehalt und dem Objekt seiner Selbst / seines Umfeldes nicht gerecht werden. Die Balance der Selbstwertgefühle / der Gerechtigkeit / des homöostatischen Flusses des Ausgleichens und Anpassens / Abstimmens wird ge- / unterbrochen.

Tragisch wird es im Gestaltungs- & WiederGestaltungsProzeß, wenn die lebendige „Autopoiese“ im System abgewürgt wurde, somit bleibt nur aktiv: die „Angepaßtheit“ / das „EingepaßtSein“ an innere Vorstellungen / „Einstellungen“. Diese Fixierung der Haltung / Einstellung eines Subjektes verfälscht die Information des Eindrucks. Die Decodierung der Information des Eindruckes kann nicht der Wahrheit des inneren wie äußeren Objektes gerecht werden.

Somit kann der/die Rezipient/In dem gegenübergestellten „Ding-an-sich“ – in dessen Wesenheit, Erscheinung und Ausdruck – keine Aufmerksamkeit, Gerechtigkeit zu gute kommen lassen. Weder dem „Kunstwerk“ (der musischen-bildnerischen-sprachlichen Gestaltung) noch dem/der Gestalter/In wird begegnet in: Respekt, Awareness, Nächstenliebe, Mitgefühl & notwendiger Weisheit (die sich im „So-Sein-lassen“ in Ehrlichkeit und Toleranz ausdrückt) als Hilfsmittel der Decodierung.

Das Bezugssystem & dessen Teilnehmer/Innen / Teile ist / sind „gestört“ – die Informationsverarbeitung wird „verwirrt“ – Teile / Qualitäten passen in Sinn & Bedeutung nicht zusammen. „Störungen“ und „Verwirrungen“ verhindern / hemmen adäquate Interaktion & Kommunikation und das: inter- wie intrapsychische & soziale verdeckte wie offene Verhalten. Daher sollte bei „Transaktionen“ & „Interaktionen“ das Lösen von „Störungen“ immer Vorrang haben, denn sie erzeugen ein „Rauschen“ in den InformationsKanälen.

Letztlich will ich jedoch aus ganz egoistischen Gründen (siehe: „Liebe Dich selbst – so auch die anderen“; denn die menschliche Entität kann nicht ohne Austausch existieren – schon gar nicht leben! -), daß mein Text wahrgenommen und rezipiert wird. Will ich keine „Störung“ / „Verwirrung“ erzeugen, so gilt es „Höflichkeit“ zu bewahren. Höflichkeit bedeutet: „Achtung vor mir selbst und so vor anderen!“

Die Basis: um andere beachten zu können, ist die Entwicklung / Ausformung von „Selbstachtung“ / „SelbstLiebe“. Dieser Vorgang erst lässt mich den Schritt machen von der inter- & intrapsychischen Dependenz – Contradependenz zur „Inter- / Intra-Dependenz“ in bezug auf Relativitäten der Außen- wie InnenWelt.

und somit gilt es zumindest als kleinsten (oder doch umfassensten!?) Nenner den Kant’schen Imperativ zu akzeptieren: „Verhalte Dich immer so, daß das Tun Deines Geistes bzw. Deiner Taten zur Maxime des inneren / verdeckten und äusseren / offenen Verhaltens für Alle werden könnte“.

Beim „Schreiben“ / bei einer „Bildnerischen Darstellung“ darf ich verallgemeinern / verdichten / konkretisieren / idealisieren! Wenn Ich allerdings aus der Rolle und Position als Mein-Chairman/Women-Sein“ konsequent die Verantwortung für das entäußerte Produkt meines Geistes / meiner Taten übernehme, muß Ich allerdings auch die mögliche Zustimmung oder Gegenwehr (d.i. „Kritik“) in Kauf nehmen, die mich direkter treffen wird, als wenn ich meine, mich verstecken zu können: hinter „Gott“ / meinem ZitatGeber-XY / „meiner/em Vorgesetzten/In“ / „meinem bürgerliches Gewissen“ / meinen FolterKnecht / dem gesellschaftlichen Usus/Brauch/Tabu / meinem bürgerliches Gesetzbuch / „Den“ 10 Geboten / „Die“ Scharia / meiner gesellschaftlichen & meinen gemeinten familiären Verpflichtetheiten / etc.

Handle ich in in meinem offenen & versteckten Verhalten so, meine ich, daß ich meine Verantwortung für mein Erleben und Tun abschieben / mich entSchulden / meinen „Ablass“ organisieren kann, indem ich das Entäußerte als „wissenschaftlichen Text“ / „Gottes Auftrag“ / „Göttliche Eingebung“ / Verwirrtheit / Vision / etc. etikettiere und ihm „Autorität“ verleihe, der nicht direkt widersprochen werden kann. Ich glaube, mit dieser Entscheidung Verantwortlichkeit von meiner persönlichen Meinung wegradieren zu können. Es stellt einen „gebräuchlichen“ Versuch dar, Verantwortlichkeit auf mehrere Schultern zu verteilen und mich in dem Schein zu wähnen, sich somit weniger angreifbar und haftbar gemacht zu haben.

Schreiben – so wie ich es verstehe – öffnet auf diese Weise das Tor der selbstverantwortlichen und direkten wie „ehrlichen“ Kommunikation und Interaktion. Es schließt die Pforten auf: zur Phantasie / Kreativität / Intution: zum „DU“ – Deinem Nächsten.

Mein Schreiben und der darin intendierte Sinn / die Botschaft soll schließlich: erreichen / berühren / anregen, d.h. das Gegenüber in seiner Lebendigkeit treffen und dessen Bilderwelt / die Repräsentanzen der Innenwelt in Bewegung versetzen und zu eigenen Entwicklungsprozessen anregen. Nicht nur -wie es meist reflexartig geschieht -: zur Abwehr / Abwertung aufzustacheln, um das vermeintlich angegriffene „Ego“ zu verteidigen und glauben zu müssen: unbewußt das „angegriffene“ Selbstwertgefühl / meine „Integrität“ wieder in Balance bringen zu müssen!

Das wäre in meinem Verständnis: „Kunst“ / künstlerisches Schaffen: das „Du“ tritt aus freier Entscheidung mit mir in aktiven Kontakt in dieser gemeinsam geschaffenen Situation der von mir intendierten Relativität und Sinnhaftigkeit wie des Gesichtswinkels und der Position des Wiedergestalters / der WiedergestalterIn. Beide gestalten konkret und differenziert in einem rekursiven Prozeß der Gestaltung und WiederGestaltung einen eigenen „ZeitRaum“ (eine „Situation im Hier-und-Jetzt): diachron und synchron im Fluß der Zeit.

Unser/e Nächste/r in dieser gemeinsamen und synchronen Relativität wird unmittelbar eingebunden: hört – sieht – fühlt Berührung – riecht Kontakt - schmeckt synästhetisch Bedeutung…. Quatsch: synchron ist nur der direkte Kontakt – die unmittelbare Beziehung – die intensive Bindung, d.i. die „Relativität“ in ihrer Bezogenheit und Bedingtheit zum/im Gelesenem in der Situation des Lesens bzw. Hörens in der Situation der Gegenwärtigkeit!!!

Das Lesen / das Betrachten als reproduzierender Akt ist mittelbar: über ein Medium vermittelt, welches das unmittelbar GegenüberSein transzendiert und seine eigenen Qualitäten in die aufgebaute Relativität mit einbringt. Das Geschriebene / das Dargestellte / das Vorgestellte driftet in den Kanal zwischen dem ICH & DU.

Eine plastische / musische / geschriebene Botschaft schenkt Zeit zum Reagieren, entreißt den Inhalt aus der Unmittelbarkeit! Sie lädt ein: zu meditieren / den Gehalt / das Sujet einer Botschaft im eigenen Sinn zu entfalten. Sie beraubt anderseits der Kommunikation & Interaktion die Spontaneität des Diskurses im „Hier&Jetzt“.

Gewalt als eine „waltende“ Macht in einer Relativität zwischen einem „Ich & Du“ wird in ihrer Qualität entschärft: dem „DU“ wird es erleichtert , sich zu- bzw. abzuwenden. Das „Du“ wird auf seine eigene Verantwortung zurück geworfen.

Das vorgefundene bzw. aufgesuchte Objekt wird in seiner Qualität des Anregens / Aufregens / Triggerns dosierbar: ein Buch / eine InternetSeite läßt sich einfach schließen oder kann nach Lust und Laune wieder in den Spiegel der Aufmerksamkeit / Achtsamkeit gerückt werden!

Eine in einem Gestaltungsmittel entäußerte Gestaltung schenkt: „FreiSein“ im Handlungs- & GestaltungsRaum. Als Wiedergestalter bin ich frei, mich zu konfrontieren oder mich zurück zu ziehen. Das Rezipieren hängt nur ab von der Verfügbarkeit des Objektes / des Codes des gemeinsamen Verständnisses und der Freiheit meiner Psyche ohne Furcht / Angst Inhalte / Sujet’s von Kommunikation und Interaktion zu zu lassen.

Ähnliches gilt oben geschriebenes für meine zweite gestalterische Entäusserung in Form von bildnerischen Gestalten: das Photographieren !

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Teil 1: Die REISE nach Innen

Das Anregende für in Symbolen und Zeichen Ausgedrücktes in Form von geschriebenen Sätzen / Worten und in der Darstellung von fotografierten FarbFormKompositionen bringen mir meine „Reisen“ !

Die Reisen führen mich durch / in meine/r Innen- wie AußenWelt.

Reisen entstehen, indem ich „Horizonte“ anpeile – diese in ihrer Begrenztheit überwinde-. Ich überschreite Grenzen meiner eigenen Ängste und kreiere neue Horizonte durch meine Position – Haltung & Einstellung. Glaube – Liebe – Hoffnung erheben mich über die Furcht: Gewonnenes und Kontrolle zu verlieren und schenken mir als „Mensch“ die Freiheit zu leben.

Reisen, das nicht Zweck und Ziel nachhastet sondern um seiner selbst willen Schritte setzen läßt, lädt ein zur Meditation über meine LebensWege / -Weise. In dieser Art zu reisen vollendet sich „LebensKunst“: die Kunst, mein Leben einer aus sich selbst gebierenden Kraft zu überlassen, der „Autopoiese“ lebendiger Systeme.

Erstere Art des Reisens – die Reisen in & durch meine Innenwelt – erfüllt das Sehnen nach Ganzheit / Vollendung, sie vollzieht sich im „Inneren Dschihad“ (dem inneren Streben / den inneren Kampf um die Entfaltung der Grundwerte: Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Mitgefühl & Weisheit, und sich dem Ideal zu nähern: dem „Inneren Dschihad, als Kampf gegen die eigene Unzulänglichkeit (22:52, 49:15)“ – „als Streben, sich der eigenen Essenz zu nähern“).

Es ist ebenfalls eine Reise auf dem Weg des „TAO“, dem Weg des „Universums“, das sich als „Universelles“ / „Archetypisches“ in mir genauso befindet – aufsuchen läßt wie in meiner „Außenwelt“. Es ist der Weg und die Reise im „Einklang“ mit meiner Inneren & Äußeren Natur. Nur gilt es zu lernen, diesen „Klang“ wahr zu nehmen und damit die „Harmonie“ der ewigen „Wandlung“, in der sich der Kosmos seit seinem Beginn befindet und der mich als „Objekt“ des Kosmos lebendig hält. Die „Muster“ des Universums / des Kosmos gestalten mein „Sein“ in Form von „Reflexionen des Ewigen“ und dessen universellen Werten-Normen-Gesetzen mit. Die „Kunst zu Leben“ bedeutet: die universellen und individuellen „Muster“ des „Seins“ in meinem Erleben und Verhalten in Einklang zu bringen.

Es geht um die Entfaltung von „Persönlichkeit“ (siehe meinen Aufsatz: „selfness-freiheit.de“), um die Freiheit und den Mut in Relativitäten sich selbst und damit den Anderen in Kommunikation und Interaktion: tolerant, besonnen, ehrlich, spontan, kreativ & innovativ gegenübertreten zu können. Dabei sollten das Tun einer Persönlichkeit begleiten: Respekt, Aufmerksamkeit, Wachheit & Bewußtheit / Gewahrsam („Awareness“) sich selbst und somit den anderen gegenüber.

Es geht darum, sich nicht nur den eigenen anerkennenswerten Möglichkeiten und Fertigkeiten wie Kompetenzen akzeptierend zu stellen und diese zu verwirklichen, sondern der „Innere Dschihad“ / der „Weg des TAO“ verlangt die Freiheit / die Mühe / die Ausdauer / den Mut: sich des eigenen Widerstandes gegenüber Offenbarung und Wandlung bewußt zu werden und sich in Folge: den eigenen „Schatten“ / „blinden Flecken“ / „psychophysiologischen Dressaten“ / der meist unbewußten Art individueller „Sicherungstendenz“ / den „Minderwertigkeitsgefühlen“ / den spezifischen „Wiederholungszwängen“ / den eigenen universellen & individuellen „tendenziösen Apperzeptions- & Erlebnis-Mustern“ / etc. zu stellen, diese in ihrem Sosein zu akzeptieren und diese letztlich als Teil meines Selbst erleben und vertreten zu können.

Aktive Veränderung von Erleben und sichtbarem Verhalten / Haltungen / Einstellungen / Strebungen / des Wollens ist erst nach obigem Schritt möglich. Es gilt, die zufallende „Irrealität“ und intendierte „Realität“ meines Seins „als zur Welt gewandter Leib“ schätzen und leben zu können und die „Privatlogik“ / „Affektlogik“ in meinem Lebensvollzug erkennen zu wollen. Daraus gebiert sich adäquate Aktion und Reaktion, die auch „nachhaltig“ wirkt.

Es geht auch darum, sich aus der Existenz als ein Teil: der „Leute“ einer anonymen Gesellschaft / Institutionen mit ihrer bewußten wie unbewußten zwanghaften Bindung an deren Regeln, Werten, Normen & Tabus und der Gebundenheit in Lebensängsten in das Leben als „Mensch“ in lebendigen Gemeinschaften / Organisationen zu transzendieren!

Wandlung da, wo Veränderung konstruktiv nötig, Ausdauer da, wo Veränderung zu destruktiv wirken könnte: Geduld & Beharrlichkeit die beständigen Begleiter der „weisen Schildkröte“!

Es gilt, sich selbst als einen lebendigen „Organismus“ zu verwirklichen, der sich als Teil des kosmischen und spirituellen Ganzen versteht und somit „Freiheit von & zu“ lebt in Toleranz, innerer Läuterung und dem Streben nach weitgehendster moralischen Vervollkommnung.

Mensch-Sein“ besteht darin, daß der/die Einzelne als Individuum sich einer/ihrer immerwährenden Anstrengung um die Entfaltung der „Seele“ unterwirft, um sich nachhaltig & spirituell eingebunden fühlen zu können im Schoß des Kosmos und dessen Gesetzmäßigkeiten.

Die Pflege der Seele betrifft primär „geistige“ In- & Gehalte, die Pflege des biophysischen und psychosozialen Aspektes des Leibes wird gefördert in Anstrengungen, die als „“Wellness“ und „Selfness“ definiert werden. Besonders „Selfness“ bewirkt eine Erweiterung psychosozialer Kompetenzen & Fertigkeiten und die Belastbarkeit des Menschlichen Organismus.

Ich denke, daß das Universum und die mögliche Weise des Seins des Kosmos durch den „Urknall“ in ihren Lauf gebracht wurden. Wesen & Tatsachen des Kosmos wurden zu Teilen des WeltenSpieles / des „göttlichen Spieles“. Ihre Relativitäten folgen universellen & individuellen – letztlich situativen Regeln: den „Mustern“ & „Skriptsätzen“ des „WeltenSpieles“.

In diesem „Weltenspiel“, auf das ein möglicher „Gott“ vom Rand des Kosmos wie in ein Aquarium blickt und das Treiben zu seiner „Ergötzung“ beobachtet, in diesem „WeltenSpiel“ / „Göttlichen Spiel“ ist der „Mensch“ durch seine Geburt dazu verdammt, darauf zu achten, sich nicht zu „entmenschlichen“.

Die übrigen Wesenheiten der Fauna und Flora scheinen in ihrem „So-Sein“ und in den Qualitäten und Funktionen Ihres Erlebens und Verhaltens (ihrer „Psyche“) so eingebunden zu sein, daß sie aus ihrer Rolle und Position im WeltenSpiel nicht herausfallen können und somit beständig ihre „Essenz“ leben.

Das Wesen des Menschen kann sich seiner „Selbst“/ seiner „Essenz“ entfremden. Der „Fluch der Erkenntnis“ (Symbolisiert in den verschiedenen Mythen des „SündenFalles“) kann sich gegen seine Wesenheit wenden, die den Menschen bestimmt, sich tolerant, im Verhalten flexibel, gelenkt durch ein hohes Maß an Intuition verdeckt und offen zu verhalten, um konstruktive und nachhaltige Anpassungs- / Kultur- / Arbeits- & AbstimmungsLeistungen vollbringen zu können. Darin erhält das menschliche Wesen seinen „genetischen Pool“.

Die Entitäten und Wesenheiten der Fauna und Flora scheinen – nach heutigem Wissensstand – ihre „Angepasstheit“ kaum aktiv und willentlich planend beeinflussen zu können: in Extremsituationen übervölkern sie entweder die Welt oder sie sterben aus, verschwinden aus dem Spiel. Letzteres geschieht, falls Teile im homöostatisch wirkenden Regelwerk der „Schöpfung“ von „Natur“ & „Kultur“ in ihrem Wirken gestört oder ausgefallen sind und die „Autopoiese“ lebendiger Systeme und Organismen wie Organisationen wirkungslos geworden ist.

Der Segen & der Fluch: um die “Endlichkeit” des eigenen Lebens und das “Hineingeworfen-Sein” in die Eigenverantwortlichkeit für das eigene Leben prinzipiell wissen zu können, bewirkt oft – wie es mir scheint – eine reflexartige Flucht in eine scheinbare Sicherheit des “Verdrängens” / “Verleugnens” / “Verschiebens” / “Abspaltens” des Wissens um die Möglichkeit, daß wir als Menschen das eigene “Schicksal” / “Kismet” / “Karma” / etc. im gewissen Rahmen mit bestimmen & ein gewisses Maß an “Selbst-, Verantwortung” im WeltenSpiel übernehmen zu können.

Diese Flucht führt zu einer spezifischen Haltung zu den Ereignissen im „LebensSpiel“: der „Angepaßtheit“ (wie bei der Fauna & Flora) / der „Einpassung“ / des „Sich-tod-Stellens“ (im besten Fall in Form einer „Neurose“ – schlimmer: einer „Psychose“ & am verheerendsten, da laviert im organischen Substrat: eine psychosomatische Störung im Gewand einer „Somatose“).

Oft steht die Furcht vor der eigenen „Autonomie“ im Zentrum des Erlebens und Handels eines Individuums / einer Gesellschaft und der damit verbundenen „SelbstVerantwortlichkeit“ sowie einer möglichen ungeschützten Aussetzung: einer „Schuldigkeit“ / „Sündhaftigkeit“.

Die Aussicht auf „HöllenDasein“ / Sünde wurde eingeführt als Steuerungsfunktionen in autoritären Systemstrukturen der Kommunikation und Interaktion in „Gesellschaften“ (ähnlich der Drohung mit dem „Schwarzen Mann“/der „bösen Hexe“), um „Leute“ als Mitglieder der Gesellschaft gefügig zu machen. Sicherlich auch um komplexe soziale Gefüge überhaupt steuerbar zu machen, aber letztlich mit der verheerenden Folge, daß der „Wille“ / das „Streben“: Verantwortung zu übernehmen / Selbständigkeit zu leben / kreativ & innovativ & neugierig auf Unbekanntes / Fremdes zu sein, verkümmert ist.

Der Mut , als „Individuum“ zum Wohle des „Ganzen“ zu agieren und zu reagieren sowie individuelle Fertigkeiten / Kompetenzen für den „Fortschritt“ einer Gemeinschaft frei einzusetzen, versiegte. Es entstanden „Völker“ von Lakaien, die wie „Lemminge“ folgen. Letztlich wurde der „Pool“ von möglichen Innovationen & kreativen Ideen ausgetrocknet, was letztlich wieder dem „Ganzen“ schadet und somit den den Befürwortern „autoritärer Führungsstrukturen“.

Oft ist es weniger die meist unbewußte Furcht: wegen dem Wunsch nach der Verwirklichung individueller Autonomie in einen inneren und äußeren Konflikt zu geraten, die diese „Erstarrung“ der Psycho-Physis anregt, als die Furcht vor der eigenen Courage und Chuzpe: „Macht über sich selbst“ (d.i. „Autorität“) zu gewinnen und zu leben. Es ist auch die Furcht, in eine Auseinandersetzung (einem „Diskurs“) oder gar: Konflikt mit inneren und äußeren Objekten zu gelangen und diesen möglicherweise verlieren zu können, was wiederum die Balance des Selbstwertgefühles und der narzisstischen Stabilität gefährden könnte.

Neben den „Grundformen der Angst“ ist es die „Furcht vor der Freiheit“, welche die Chance des größeren „FreiheitsGrades“ in einem lebendigen Diskurs nicht nutzen läßt, um ursprüngliches „Mensch-Sein“ verwirklichen zu können. Diese Chance zur „Freiheit“ wird verleugnet und abgeschoben. Die Furcht: aus dem Rahmen und der scheinbaren Geborgenheit eines gesellschaftlichen Systems von Relativitäten zu fallen, einen Verlust von gemeinter: „gehabter“ / „besessener“ Relativität erleiden zu müssen. Diese Furcht kann sich zu Angst und Panik steigern, droht „Allein-Sein in Einsamkeit“ und damit eine Vergrößerung der Verantwortlichkeit und einer Verringerung der Möglichkeit ein: „Versagen“ an andere bzw. an die Umstände abschieben zu können.

Leute“ verlieren sich in Regeln / Werten / Normen, die sie zum Schutz vor ihrer Angst dem Ungewissen gegenüber einführten, um vermeintlich den „Besitz“ ihres „Seins“ verteidigen und hüten zu können. Sie haben die Ahnung von ihrer Potenz als „Mensch“ verloren – gar vergessen. Sie trauen sich kaum „Autonomie“ und schon gar nicht „Autorität“ zu. Sie berufen sich auf statistische Norm, die in all ihren Ausprägungen immer dem entspricht, was „wertfrei“ gemessen wurde, ob es nun für das „Ganze“ wertvoll / fördernd wäre oder nur seinen Wert im „Verhindern“ / „Hemmen“ / „Verneinen“ gebunden hat.

„Leute“ entsprechen bzw. suchen zu entsprechen einer gesellschaftlichen Norm, daher nenne ich diesen Typ von Mensch auch: „Normalo“. Ein Normalo fühlt sich nur in der gemeinschaftlichen Bewegung des Schwarmes / der symbiotischen Relativität / der anonymen „Masse“, in der er seine Individualität & Mitverantwortlichkeit verstecken kann, wohl und sicher. Somit wird der „Normalo“ bestrebt sein, seinen Einflußbereich und seinen Zeitraum als Masse / Gesellschaft zwanghaft zu erweitern, um mehr Bewegungs- & Handlungs-Raum (einem universellen Muster von Lebewesen) einnehmen zu können. Gleichzeitig grenzt sich der Normalo / die Gesellschaft der Normalos ab in – durch statistische Normen / Traditionen / Gewohnheiten – kontrollierbare & überschaubare Bereiche als „Bürger“ eines Staates / eines „Landes“ / Territoriums / etc. Alles Fremde / Ungewohnte / Andersartige wird zur scheinbaren eigenen Sicherheit ausgegrenzt. Hierbei wird die Chance nicht wahrgenommen, daß das Wissen & die Kompetenzen von Unbekanntem / Anderem durchaus förderlich für die Entwicklung des „Ganzen“ sein könnte.

Leute“ verzichten auf die Chance, die Ihnen der/die „Schöpfer/In“ im „Urknall“ (beim Aufbau der Grundsteine seines/ihres „Aquariums“ / seines/ihres „Göttliches Spiel“; des „Lila“) mit gegeben hatte und „verteufeln“ diese Chance zum Freisein als Fluch der „dunklen Macht“. Sie entfremden sich ihrem „Selbst“, das prinzipiell: neugierig – entdeckungsfreudig – Raum & Zeit ergreifend eingestellt ist. „Seid wie Kinder“ tönt die „Bergpredigt“ auf taube Ohren, wenn Kinder zu früh als Erwachsene ge- & verbraucht wurden.

Leute“ klammern sich an das, was sie vermeinen zu sehen und zu begreifen und somit glauben: „kontrollieren“ zu können. Sie versuchen die „Welt“ in ihrem Spiel in „Besitz“ zu bekommen, um „Leid“ / Belastung / Angst & Furcht zu vermeiden. Sie verwechseln die Ganzheitlichkeit der „phänomenale Welt“- als die „Selbstmanifestation des Ewigen“- mit „Maya“, der „Schein- & TrugWelt“, aus dieser die „Leute“ in die heile Welt des „Nirwana“ / „Paradies“ / „Walhalla“ /etc. flüchten möchten. Die ScheinWelt des „Maya“ entsteht jedoch aus dem „Strom der Interpretationen“, die der/die Einzelne gelernt hat, um sich seine/ihre „Welt“ zu konstruieren. Die Scheinwelt der Maya ist eine „IdealWelt“.

Die „phänomenale Welt“ ist ein Ganzes, das die gesamte „Realität“ (Wesenheit / Wirklichkeit / Wirksamkeit) umfaßt: also auch die „SchattenSeiten“ & das „Leid“ unseres Daseins. Das „Leid“ ergibt sich aus dem „Samsara“, dem Weltenlauf (dem Welten- bzw. „Göttlichen“ Spiel) und manifestiert sich zwischen Geburt und Tod eines realen Individuums. In diesem Aspekt des Daseins widerfährt das „Leid“ dem Einzelnen, indem es die Lebewesen in die Rolle des „Opfers“ verschlägt. Anderseits entsteht „Leid“, indem sich der/die/das Einzelne wiederfindet im „Zwang“ seiner/ihrer Wünsche, Begierden, Triebe (als „Täter/In“ seines/ihres Lebens).

Haben“ „Leute“ vermeintlich Kontrolle über das Leid, indem sie sich hinter „Besitz“ von Wissen / Dingen / Fertigkeiten verschanzen, so reduziert sich wider Erwarten nicht der Streß – eine beständige Anspannung und unbewußte LebensAngst aus Vermeiden von Unbill. Der „Glauben an das Haben“ als Grundlage von persönlicher Sicherheit verdrängt den „Glauben an das Sein“. „Ich habe Glück“ / „Ich habe einen Gott“ / Ich habe Gesundheit“ / „Ich besitze ….. „ / etc. wird zur Maxime offenen und verdeckten Verhaltens.

Ebenso wie „Konsum“ (der Glaube ans Haben) erzeugt das „Vermeiden von Leid“ die Sucht nach mehr Kontrolle, denn nun könnte ja das mühselig Erworbene verloren gehen. Leute vergessen, daß Leid wie Lust & Freude Teil unseres Lebensvollzuges ist zwischen Geburt und Tod.

Ein Tiger schlägt & frißt, wenn er Hunger hat, nicht um sich seines Angstgegners zu bemächtigen. Er „ist“ ! Er verwirklicht sein „universelles“ sowie „spezielles“ „Sein“ in seinem Tun. Die „Leute“ „schlagen“ sich um den Besitz von Kontrolle und somit geglaubter „Sicherheit“. „Leute“ vermeinen, im „Haben“ (Fressen) oder im bloßen „Verzicht“ auf „Haben“ Wandlung und Vergänglichkeit in Ihrer Wirksamkeit aufheben & kontrollieren zu können.

„Leute“ verharren anscheinend lieber im eigenen „Leid“ und suchen Halt in der „OpferRolle“ als die Chance wahrzunehmen, in „Liebe“ in ihrer „Transaktion“ / Interaktion & Kommunikation mit dem „DU“ die „Mächtigkeit“ des Systems in seinem Ganzem (dessen Teil sie sind) vergrößern zu wollen. „Liebe“ verdichtet sich im „Haben“: „Ich hab Dich lieb …“, „wir machen alles gemeinsam ….“, u.s.f. bis Tisch und Bett uns scheidet. Das Objekt der Liebe wird zum Besitz erklärt und „Ehegesetze“ regeln den Umgang mit diesem Besitz.

Die Illusion des „Zusammengehörens“ / des „Einander-Habens„ / der „Hörigkeit“ verdrängt die Lebendigkeit des „Liebens“ als einen förderlichen & erweiternden Akt des Mit- / Für- & Zueinander- “Seins“. Das „Sein in Liebe“ wirkt in unterschiedlichen Formen von Relativitäten: dem Kontakt – der Beziehung – der Bindung – der Trennung – dem Verlust. Das „Sein in Liebe“ bindet sich mit unterschiedlicher Intensität ihrer Bindungsenergie. Das „Sein in Liebe“ belebt biophysische-psychische & geistige Abläufe meines Leibes zur Welt.

Im „Haben“ als Einstellung zum Objekt wird Wandlung als gemeinsames „Sich-Entwickeln / -Wachsen“ erstickt unter fixierender Gewohnheit. Offenheit macht Angst, die Chance des Inputs neuer individueller Erfahrungen wird als Bedrohung der vorhandenen Relativität / Symbiose erlebt und damit für die „Balance der Selbstwertgefühle“ im System der Relativität.

In der Einstellung des Habens muß die Spannung & Intensität in der Bindungsenergie durch immer neue Attraktionsobjekte / Sensationen erkauft werden. Sie wird nicht mehr genährt durch den Respekt für und das Zulassen des Anderseins des Partners in dessen jeweiligem Alltag. Die Lebendigkeit in der Relativität wird unter der scheinbaren Sicherheit eines lähmenden Schweigens in Kommunikation und Interaktion nach innen und außen erstickt.

Leute“ trauen sich die Macht und Freiheit nicht zu, sich der Ungewißheit eines Wandels, der sich als möglicherweise „nicht-linear“ erweisen – also dissipative oder rekursive Sprünge in ein „Ungewisses“ beinhalten könnte, zu stellen. Daher ziehen es „Leute“ vor, Unkontrollierbares & Ungewisses zu vermeiden und verharren lieber aus Furcht vor Freiheit & Autonomie und aufgrund des universellen „TrägheitsGesetzes“ im individuellen Elend, anstatt Autonomie zu wagen und Autorität zu zeigen und sich damit angreifbar zu machen. Durch möglichst geringe Anteilnahme am Leben eines „DU“ versuchen sich „Leute“ so wenig wie möglich Belastungen auszusetzen, die das unter Druck stehende & sich selbst verleugnende & verblendende System zum Platzen bringen könnten.

Mensch“ weiß um das Ungewisse des Lebens (denn „Gott“ schaut nur zu!). „Mensch“ ist in sein Leben geworfen und muß es bis zu seinem Tod leben. „Mensch“ kann sich nur innerhalb dieses „ZeitRaumes“ bemühen, sein Wesen zu entfalten, Wandlung zuzulassen, um möglichst situationsadäquat zu seinem und dem Besten seines unmittelbaren Umfeldes zu handeln und für „Nachhaltigkeit“ dieses Umfeldes für weitere Generationen seines „Genpools“ zu sorgen. „Mensch“ sollte nicht um „Ablaß“ schielen und nicht glauben, sich seiner Verantwortlichkeit für sich und das Ganze nachhaltig entziehen zu können. Es gibt keine moralische Entlastung durch irgend eine Art: „Jesus“.

Vollkommener Ablaß

Vollkommener Ablaß

Mensch“ weiß darum, daß er unwiederbringlich Teils des großen Ganzen ist und letztlich ohne den lebendigen Austausch mit den Objekten und Vorgängen des großen Ganzen seines Umfeldes – seiner Welt – seines Kosmos nicht existieren und schon gar nicht sein essentielles Dasein leben kann.

„Mensch“ weiß bewußt, daß er/sie im Weltenspiel seines/ihres individuellen Daseins unausweichlich auf lebendigen Austausch in Kommunikation & Interaktion in Relativitäten angewiesen ist. In seinem Lebensvollzug (seinem „Tao“) ergeben sich beständig: Kontakt & Rückzug / Begegnungen-Verbindungen / Lösungen-Trennungen, Handlungen-Taten, etc. „Mensch“ weiß, daß er/sie durch die Anlage als „Leib“ mit einer Psyche und einem Körper bewegt wird durch: Wünsche- & andere Vorstellungen, Begierden-Triebe, Erinnerungen-Traumata, Abwehr-Sehnsüchte, etc., und daß das psychophysiologische Substrat ihm ermöglicht: zu denken, zu fühlen, zu spüren, wahrzunehmen, zu intuieren und zu memorieren und das auf verschiedenen Stufen der Bewußtheit und des „Gewahrseins“.

„Mensch“ ist sich dessen bewußt, daß er als ein subjektiver „Leib“ zur Welt als dessen übersummativen Eigenschaft im Verlaufe der Individuation, Sozialisation und Enkulturation eine eigene Qualität von „Geist“ entfaltet. Sein „Geist“ ermöglicht ihm/ihr auf der „verdeckten Ebene“ innerer Abläufe gemäß universeller & individueller „Muster“: Planungen-Ziele zu erstellen, Phantasien-Erkennen-Verstehen-Verständnis zu entwickeln, Scheme-Schemata-Konzepte zu Philosophien-Religionen-komplexen Lebenskonstrukten zu entwerfen, über seine Existenz selbst zu sinnieren, ein Metabewußtsein zu erlangen und Wissenschaft zu konzipieren, u.s.f.

„Mensch“ hat sich die „Freiheit des Geistes“ erarbeitet:

a) entweder dieses Angeregtsein-Bewegtsein-Interessiertsein seines Leibes zur Welt als „Gefangenschaft in einem unheilvollen Kreislauf“ zu definieren. In religiösen Wegen / Praktiken versuchen sich Menschen / Leute dann von diesem Getrieben sein zu befreien und sich aus der Polarität von Lust & Leid zu erlösen. Sie tun so, als gehöre all dies nicht zu ihrem ureigensten Lebensvollzug und nicht ursächlich zu ihnen.

b) Oder „Mensch“ lebt bis der Tod ihn vom Leben scheidet: im Bewußtsein seiner Macht im „Hier&Jetzt“, in dem Bewußtsein, daß die Gegenwart nur der augenblickliche Knoten von Vergangenheit und Zukunft ist, der im Zeitraum gleitet und in dem sich das persönliche Leben zu seinem individuellen „Dasein“ sinnvoll bindet: „Es ist wie es ist. Es wird sein, wie es mir gelingt, mein individuelles und gewordenes Sein mit dem universellen Sein des kosmischen Ganzen in Einklang zu bringen im nächsten Moment einer weiteren Situation, die sich zu einem neuen „Hier&Jetzt“ verdichtet.“

Zu seinem „Sein“ als „Mensch“ gehört auch das Streben nach „Vervollkommnung“ seiner „Seele“, die er mit seiner Geburt als individuelle Qualität seiner „Leibhaftigkeit“ als ein Geschenk des kosmischen Ganzen bekommen und ihn von der „Seele“ des Kosmos differenziert hatte. Seine „Einzigartigkeit“ zu leben, ist individuelles „Sein“, das sich ausdifferenziert aus den genetischen Anlagen, den „epigenetischen“ Einflüssen, der „Seele“ als archetypische und familiäre Prägung des Geistes durch verdeckt und offen gelebte Vorbilder / Tabus und der Weitergabe von geistigen Inhalten & Sujets durch Transaktionen auf einer nonverbalen und verbalen Ebene der intrafamliären Interaktion & Kommunikation.

Zur Vervollkommnung seiner Selbst braucht das Individuum die Anregung durch und den Austausch in Konfrontation mit leiblichen und geistigen Objekten und Vorgängen seines Umfeldes, indem sich das Subjekt auf die Welt möglichst unvoreingenommen einläßt, was Erfahrung durch „Liebe“ zu Mut und zum Freisein voraussetzt.

„Vervollkommnung“ bedeutet: in seinem „Sein“ das Individuelle und das Universelle zu einem Ganzen zu integrieren, um konstruktiv und liebevoll zur „Welt“ sein zu können und die eigene Potenz – geistig / psychisch / körperlich – zu verwirklichen und integrativ in Form von „Liebe“ zum Wohle des „Ganzen“ einzusetzen. „Vervollkommnung“ ergibt sich aus dem „Weg im TAO“ bzw. dem „Inneren Dschihad“, mit dem Ziel: der moralischen und persönlichen Integrität.

Das „Sein“ verwirklicht sich und ist wirksam im „Dasein“ je eines/r Einzelnen in seinem/ihrem Lebensvollzug zur Welt und im Wissen um die Begrenztheit, Bezogenheit und Bedingtheit (d.i. „Relativität“) meines Daseins im / zum / vom „Kosmos“, dem möglichen virtuellen „Spielplatz“ eines/r initiativen Gottes/Göttin. Dieses von mir favorisierte Gottes- & Kosmos- & Welt-Bild sieht jegliche Lebewesen mit einem lebendigen Organismus in ihrer „Leibhaftigkeit“ als „Avatare“ in „Gottes Spiel“. Das „Sein“ entäußert sich als & in „Vielheit“ / als & in verschiedene Identitäten im/des „Einen“ der „phänomenalen Welt“.

Individuelle und universale („göttliche“) Werte, Normen & Gesetze / Sinngebungen wirken im und beeinflussen das „Ganze“ des Kosmos, diese sind also sowohl „absolut“ wie „relativ“ und befinden sich in einem fortlaufenden Prozeß der Wandlung. Es gibt nicht: die „Wahrheit“ an sich – sehr wohl aber universelle „Muster“, sondern der/die Einzelne bewahrheiten sich in seinem/ihrem „Sein“ zur Welt in einem „Zeit-Raum“, der durch das Entstehen und den Verfall des Kosmos sowie der eigenen Zeitspanne zwischen Geburt und Tod als Individuum vorgegeben ist und in der mehr oder weniger gelungenen Integration von „individuellen & universellen Mustern“, die Gestaltwerdung mitstrukturieren.

„Leute“ versuchen eine Wahrheit als „Die Wahrheit“ zu definieren und grenzen damit sich ab und aus, um ein Gefühl der Einheit (der Integrität / Intimität / Identität) zu erlangen. „Menschen“ sind aus sich heraus: integer und integrativ, weil ihnen bewußt ist, daß ihre Qualität des „Seins“ als lebendiger Organismus und als geistiges Wesen vom optimalen & freien Fluß des Austausches abhängen. Bei „Leuten“ und Menschen, die sich im Prozeß ihrer Vervollkommnung befinden, beeinträchtigen „psychophysische Dressate“ und „Blinde Flecke“ diesen freien Fluß der Energie im Austausch.

„Menschen“ leben die „Freiheitsgrade“ in der Toleranz des kosmischen Daseins. Sie stellen sich dem Unbehagen / der Angst, die sich aus dem Maß des „Ungewissen“ des Universellen ergeben, und sie zeigen Mut und Freiheit zu leben, d.h. „Menschen“ wollen nicht nur ihre „Existenz“ ab spulen sondern das geschenkte Leben zum Wohle das Ganzen und damit zu ihrem Wohle konstruktiv gestalten. Sie versuchen sich nicht in die Versuchung / die „Maya“ zu flüchten, indem sie einer Definition eines entlastenden Konzeptes von: „Schicksal“ / „Karma“ / „Kismet“ / etc. anhängen. Sie ergeben sich selbstverantwortlich und selbstbewußt dem „Samsara“: dem „WeltenSpiel“ / dem „göttlichen Spiel“ in der Spanne von Werden – Sein – Vergehen des WeltenGanzen und einem Selbst als Individuum.

Leute“ versuchen den Auswirkungen und Wirkungen im beständigen Zyklus des Seins, dem Kreislauf von Werden-Sein-Vergehen und dem damit verbundenen Leid zu entgehen anstatt das Leid / den Frust / die Beschwerden wie die Lust / Freude / Erfüllung als integrierter Teil des „Seins“ anzuerkennen und zu leben. Sie binden sich an ihre „Blinden Flecke“ und an „Dressate“ und berauben sich dem freien Fluß der Lebensenergie („Libido“). Zu diesen „Dressaten“, die meist unbewußt in der Psyche als Abwehr „peinlicher Inhalte“ verankert sind, gehört das: sich Fixieren in Gewohnheiten und der Furcht vor Wandlung / Verlust & Tod. Sie hängen sich an ihre Interpretation vom „Lebensvollzug“, auch wenn dieses Verhaften mit Neurosen, Psychosen, Somatosen verbunden ist, die letztlich – aus der Sicht des Außenstehenden gesehen – die Lebensqualität verringern und den Reaktions- wie Aktions-Raum einengen.

Hass / Neid / Gier / Eifersucht / Verblendung lassen „Leute“ in die Welt einschleichen, indem sie sich geistig am „Glauben des Habens“ orientieren. Jedoch: lustvolles Gestalten und zielführende Arbeit gehören zum Leben wie das Dulden und Erdulden von „Leid“. Es führt zum „Streß“ / zur „Unleidlichkeit“ / zur „Bösartigkeit“ / zur Abgegrenztheit (nicht zum toleranten DifferenziertSein) zu vermeinen, durch Kontrolle im Sinne einer absoluten Wahrheit eines geistigen individuellen und/oder gesellschaftlichen Mythos das Dasein erträglicher machen zu können. Letzteres führt zum „Äußeren Dschihad“, der als Krieg um die Vormacht geistiger Inhalte / Werte / Normen / Gesetze führt und dazu verführt, seinen Besitz-bzw. Machteinfluß-Bereich auszudehnen (d.h. Zu missionieren in einer scheinbar übergeordneten Idee (siehe: Kreuzzüge, Irankrieg) und dadurch gedeckt Gräuel & Unrecht zu begehen).

Die „Vertreibung aus dem Paradis“ steht symbolisch auch für den Verlust des Gefühls, aufgehoben in einem integrierten Ganzen zu sein und als Teil dieses Ganzen glücklich leben zu können und das, ohne einem Gefühl von „UnwohlSein“ genauso wie im Uterus einer “glücklichen“ Mutter. „Erkenntnis“ / Wissen um etwas wird zum „Fluch“ / als „Geisel“ für die Menschheit erkoren. Erkennen können / einordnen können / differenzieren & integrieren können / deduzieren und induzieren können verlieren als „Essenz“ in der wesentlichen & universellen geistigen Entwicklung zum „Menschen“ ihre Wertigkeit. Diese Kompetenzen & Fertigkeiten des Geistes sollen „esoterischen“ Bünden / Schichten vorbehalten sein, die damit als Macht ihre Sicherheit und ihren Wohlstand absichern & ihren Mangel an körperlicher Macht bzw. Geschicklichkeit kompensieren möchten.

In einer „globalisierten“ und dicht besiedelten Welt wie der Heutigen greifen obige geistesgesellschaftliche Konzepte zu kurz, um ein „nachhaltiges“ Überleben / Existieren & Leben der menschlichen Art & Rasse als Genpool zu gewähren. Jahrhunderte lang versuchten geistige Konstrukte & Mythen dem „Menschen“ so wesentliche & essentielle Eigenschaften & Fertigkeiten, die Teil ihres universellen menschlichen „SoSeins“ sind, abtrainieren zu wollen. Nicht der „Glaube an das Sein“ sondern der „Glaube vom Haben“ verdummt den Menschen zu „Leuten“, indem nicht die Wertigkeit des individuellen Seins („Die MenschenWerte“) offengelegt und allgemein vertreten / verbreitet wurden.

Bloßer Machterhalt, nicht um geistiges Gut zu zum Segen der Menschheit zu verbreiten sondern um erworbenen Besitz in Form von territorialer und Einfluß-Macht zu schützen, pervertierte grundsätzlich menschengerechte & menschenwürdige Grundgedanken & Lebensweisen - siehe z.B. in der „Bergpredigt“: nicht „Haben“ sondern „Sein“ als „Wert-an-sich“ – zu einseitigen Sichtweisen: „Liebe Deinen Nächsten !“ – leise ausgesprochen: „wie Dich selbst“. Nur schien es zu gefährlich für den eigenen Machterhalt, „Leuten“ wirklich und effektiv Liebe zu sich selbst bei zu bringen als Voraussetzung der Gestaltung eines förderlichen und emanzipierenden Miteinander & Solidarität.

Ähnlich passierte es auch dem grundsätzlichen Konzept für ein soziales ZueinanderSein: der „Höflichkeit“ – „Achte den Anderen !“ – leise ausgesprochen: „So Dich selbst“. „Selbstachtung“ gilt in der Habensorientierung als verpönt, „Leute“ ließen sich dann nicht mehr so leicht als: „Humanressource“ verheizen.

Für „Autoritäten“, die den Besitz von Gut & Macht als wichtigsten Lebenssinn für sich definieren, ist ein „Mensch“ mit einem stabilen und gefestigten „Narzißmus“ (Selbstliebe dank einem/r prägnanter/m Selbstbewußtheit & Selbstwert & Selbstbild) nicht so leicht manipulierbar.- also unerwünscht. Denn diese „Persönlichkeit“ lebt aus dem eindeutigen Gefühl einer eigenen & abgegrenzten Identität als „Mensch“ – als ein Individuum eingebettet in seine Heimat. „Persönlichkeit“ verbunden mit einer tiefgreifenden „Awareness“, diese Eigenheiten hat sich dieser „Mensch“ in einem andauernden „Selfness“-Prozeß erarbeitet. Ein solcher „Mensch“ könnte doch zu leicht & schnell die Schwächen des „DU“ erkennen und den Respekt vor der „Autorität“ verlieren und somit nicht mehr so leicht manipulierbar sein, um als Teil einer ungeliebten „Gefolgschaft“ zu existieren.

Endgültig der Erstarrung preisgegeben und einem lebendigen „Sinn“ entfremdet wurden solche konstruktiven Ansätze, indem Riten / Rituale / Tabus aus ihrem Gesamt-Konzept herausgerissen als „Tradition“ verdichtet wurden, indem „man“: Anstand hat, Nächstenliebe hat, Rücksicht hat …….

Der aus dem gemeinsamen Begegnen und dem Umgehen miteinander emergierte Sinn (das „Wozu“) von Handlungs- & Geistes-Konstrukten / -Gestalten,welche die „Balance der Selbstwertgefühle“ aufrecht erhalten sollen, verflüchtigte sich in gelebten Relativitäten aller Art. Entweder man „hat“ sich gesellschaftlich erwünschte Fertigkeiten angeeignet oder man war nicht „In“ und somit ausgeschlossen. Das wiederum erzeugt existentielle Angst, durch diese es sich bestens im Sinne einer Geistes- & MachtHaltung manipulieren & unterdrücken läßt.

Das Ringen um den eigenen Selbstwert begann mit der Aufrüstung der äußerlichen Kennzeichen: dem „Besitz“ und der Verteidigung des „Besitzes“. Das „AndersSein“ (der Essenz eines Individuums: dem Einzigartigen) als Nicht-Besitz von geforderten / erwünschten Fertigkeiten / Eigenheiten / genetischen Kennzeichen / etc. wird zum teils unauslöschlichen Makel (siehe Standes- & Kastenwesen) und zum Kennzeichen des Anders- / Ab- / Ent-artigen (siehe: Philosophie: des 3.Reichs, der Stigmatisierung, der statistischen Norm, u.s.f.). AndersSein macht „vogelfrei“: das Individuum sinkt auf den ungeschützten Rang eines „seelenlosen“ Tieres ohne das essentielle Recht zu sein.

Jedem Lebewesen ist in seiner ganz eigenen Art & Weise das „Nach-außen-gerichtet sein“ (die Extraversion) ebenso essentiell eigen wie die Introversion. Das Oszillieren zwischen beiden Einstellungen ermöglicht, indem sich ein „Gestaltkeis“ zwischen einem angetroffenen / aufgesuchten / vorgefundenen Objekt (einem „DU“) aufbaut & weiterentwickelt: Austausch / Absicherung / Homöostase und damit lebendiges Anpassen & Abstimmen, um die geistigen-psychischen-physischen Lebensfunktionen aufrecht erhalten zu können.

Auf diese Weise wird die „Art“ erhalten, indem ein Individuum in seinem Genpool aktiv & konstruktiv tätig sein kann und das nicht nur, indem das Individuum seine Körperflüssigkeiten mit dem/der „beste/n“ Partner/In austauscht, sondern auch darin, indem das Individuum den Zusammenhalt und das Überleben des Genpools durch kulturelle und soziale Leistungen sowie Arbeitsleistung fördert.

Reisen & Photos & Filme von dottorethomas

•2009/03/23 • Hinterlasse einen Kommentar

Dr.phil. Thomas Klihm, Mozartstr. 7, D-83101 Rohrdorf/Thansau

Manches läßt sich nicht nur alleine mit einem Foto ausdrücken: die Geschichte ist zu komplex, um in ein Bild verdichtet zu werden: ein Aneinanderperlen verschiedener Heiku’s (Kurzgedichte) zu erlebtem wie ersehntem / phantasiertem Leben !! Das könnte ein Film sein: ein Traum in verschiedenen Sequenzen – gleich- oder gegeneinander laufend, erklärend – verdeckend. Ein Gedicht mit mehreren Strophen – nicht wie das Photo: Verdichtung im 4-Zeiler (Heiku), aber immer ver-sinn-lichend !!

Es ist die Kunst:

zweckfrei zu genießen,

die uns zu

Menschen werden läßt!

Es bedeutet: selfness und freiheit, die Kunst zu Leben, sich in seinem wahren Sein zu entfalten und mit zu teilen.

(Siehe auch: www.selfness-freiheit.de)

Hello world!

•2009/03/23 • 1 Kommentar

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